#4 - Digitalisierung: Transformation statt Tools

Shownotes

In dieser Folge tauchen Raphael und Daniel tief in die Praxis der digitalen Transformation von Steuerkanzleien ein. Gemeinsam mit Marcel Blum, Digitalisierungsbeauftragter bei Garn & Nett Steuerberater, sprechen sie darüber, wie Digitalisierung wirklich funktioniert – jenseits von Buzzwords und Softwareeinführungen. Sie beleuchten, warum echte Veränderung weit mehr ist als der Einsatz neuer Tools und wie Prozesse, Menschen und Organisationen erfolgreich zusammenspielen. Außerdem teilen sie konkrete Erfahrungen zu Automatisierung, Widerständen im Alltag und der Rolle von Future Skills im Steuerbüro. Wer wissen will, wie aus Digitalisierung echte Kanzlei-Transformation wird, ist hier genau richtig.

Gast: Marcel Blum https://www.linkedin.com/in/marcelblum-digital/


FAIT-Club ist ein Podcast der Marke Kiehl des NWB Verlags. Unsere Website: https://www.kiehl.de/podcast/fait-club/ Kontakt: fait-club@kiehl.de Instagram: @nwbverlag Unseren Podcast "Ansteuern" findet ihr hier: https://www.nwb.de/audio/ansteuern

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00:00:02: Fight Club, der Podcast für alle die Steuerberatung

00:00:05: Digital Denken mit Raphael Kammar

00:00:08: und Daniel

00:00:08: Kelberer.

00:00:16: Herzlich willkommen zum Fight Club dem Podcast für all die Steuer Beratungen digital denken.

00:00:21: mein Name ist Raphael Kammer und gemeinsam mit Professor Daniel Kelbrer spreche ich hier über die Themen die die Branche gerade wirklich bewegen.

00:00:28: Wir sind die Herausgeber des Lehrbuches für den Fachassistenten Digitalisierung und IT-Prozesse, das im Februar zwanzig sechsundzwanzig in zweiter Auflage beim Kiel Verlag erschienen ist.

00:00:38: Im Film Fight Club suchen Menschen Orientierung in einer zunehmend komplexen Welt – In unserem Fight Club hingegen machen wir es genau anders herum!

00:00:47: Wir wollen Orientierungen geben für eine Steuerberatung, die digitaler, effizienter und zukunftsfähiger wird.

00:00:53: Im Mittelpunkt stehen dabei die Future Skills, die Mitarbeiter heute brauchen um Kanzleien aktiv in die digitale Zukunft zu führen.

00:01:00: All das erwartet euch in unserem Podcast dem Fight Club!

00:01:04: Schön dass ihr dabei seid und jetzt starten wir in eine neue Folge.

00:01:07: Herzlich willkommen auf meiner Seite zur heutigen Ausgabe des Fight Club.

00:01:12: Bereits in den vorangegangenen Folgen haben wir über die rechtlichen Rahmenbedingungen unter anderem zur künstlichen Intelligenz gesprochen.

00:01:18: Heute gehen wir einen Schritt weiter oder vielleicht besser gesagt, einen Schritt näher an die Realität der Kanzleien denn eine entscheidende Frage bleibt wie gelingt Digitalisierung eigentlich konkret in der Praxis?

00:01:30: Wie werden Prozesse wirklich verändert?

00:01:32: Warum scheitern Digitalisierungsprojekte und was unterscheidet eine digitale Kanzlei von einer Kanzlerin mit digitalen Tools?

00:01:41: Eines muss klar sein, Digitalisierung ist kein Projekt sondern eben ein Organisationsprojekt.

00:01:46: Genau darüber sprechen wir heute so dass ich mich sehr auf unseren heutigen Gast freue.

00:01:51: Marcel Blum ist Digitalisierungsbeauftragter bei Garnnet Steuerberater und genau dort tätig wo die Digitalisierung tatsächlich stattfindet im Alltag Seinen Weg vom Steuerstudium über die klassische Kanzlei Praxis hin zur digitalen Transformation.

00:02:06: Heute optimiert er Prozesse, begleitet Veränderungsprojekte und bringt Struktur in komplexe Digitalisierungsinitiativen.

00:02:14: Und das Besondere?

00:02:16: Er verbindet technisches Verständnis mit einem sehr klaren Blick für Menschen und Organisationen.

00:02:22: War sehr schön, dass du heute dabei bist!

00:02:24: Ja danke, dass ich da sein darf.

00:02:26: Und damit würde ich auch gerne beginnen.

00:02:29: wenn wir nämlich über das Thema systematisch sprechen wollen, Digitalisierung realitiert und Theorie dann beginnt ja jede Digitalisierung mit einer grundlegenden Einordnung.

00:02:41: Was verstehen wir eigentlich sozusagen unter einer digitalen Kanzlei beziehungsweise unter Digitalisierung in der Kanzlei?

00:02:50: Und wenn du auch in die Kanzlerin schaust bzw.

00:02:53: in die kanzlei die du sozusagen als Digitalisierungsbeauftragter begleitest bei Garn- und Netsteuerberater wie Hast du den Staat in diese Rolle empfunden?

00:03:03: Ja, der Staat in die Rolle ging ja mit dem Zeitverlauf.

00:03:07: Also das gab es nicht die eine Rolle.

00:03:09: direkt dass sie ausgeschrieben wurde sondern ist jetzt mit dem Zeiterbelauf bin ich dort reingewachsen in die Role als Digitalisierungsbeauftragter.

00:03:16: Grundsätzlich war's halt noch ne Zeit wo halt ziemlich viel analoge Prozesse stattgefunden haben und ich würde sagen digitalisierung setzt dort an, dass man versucht analogebrozesse in einen effizienten digitalen Prozess einzubetten oder zu transformieren.

00:03:33: Marcel, magst du mal einordnen wann du angefangen hast in der Kanzlei und wie lange du dich jetzt mit dem Thema Digitalisierung von Kanzlei-Prozessen schon beschäftigst?

00:03:42: Ja sehr gerne!

00:03:42: Also ich habe jetzt erst vor kurzem mein zehnjähriges Jubiläum bei GarnoNet gehabt, hab dort angefangen und als Digitalisierungsbeauftragter, wie ich schon gesagt habe ist das mit der Zeit gewachsen.

00:03:53: also ich hatte als Steuersistent dort begonnen Und dann hat sich halt mehr und mehr herausgestellt, dass bei so testschlichen Fragestellungen oftmals sowohl Mandanten als auch Mitarbeiter zu mir gekommen sind.

00:04:04: Weil ich dafür grundsätzlich ein Interesse habe.

00:04:09: Dann haben wir für uns intern beschlossen, dass wir das nach außen hin nicht propagieren oder nach außend bringen wollen.

00:04:17: Deswegen haben wir die Rolle des Digitalisierungsbeauftragten bei uns geschaffen.

00:04:22: Das müssen jetzt so grob vor fünf sechs Jahren gewesen sein, dass wir das jetzt auch nach außen hin zeigen.

00:04:28: Und wird von dem Mann dann sehr gut angenommen, sodass man halt weiß wenn Digitalisierungsthemen auf der Agenda sind, dass das bei mir auf den Tisch landet.

00:04:35: Okay, d. h., bei dir laufen quasi die digitalen Fäden zusammen?

00:04:38: Ja kann man so sagen genau.

00:04:40: Wenn du jetzt deine Rolle blickst wo stehen die meisten Kanzleien heute im Vergleich?

00:04:45: jetzt hast du ein Team aus mehreren Personen bei euch.

00:04:51: Das wird von Kanzlei zu Kanzler unterschiedlich sein am Ende des Tages.

00:04:56: Und die andere Frage noch dazu, was wird eigentlich oft mit Digitalisierung verwechselt?

00:05:01: Okay zum ersten, also ich würde sagen dass wir in einer sehr digitale Kanzlei sind und man ein Stück weit dann Gefahr läuft.

00:05:08: Ich bin halt auch sehr auf LinkedIn aktiv und das man da in der LinkedIn-Bubble unterwegs ist wo halt ziemlich viele Digitale kanzleien sich austauschen wir ja auch gleichzeitig.

00:05:18: wenn ich dann aber in der Rekorde gebe mir auf das zu veranstaltung oder sowas auch mit anderen Kanzleien austauscht jetzt nicht da dieser bubble sag ich jetzt mal unterwegs sind, da kriegt man halt den realitätsschocken stückweit mit.

00:05:31: Da geht es halt um ganz andere Themen.

00:05:33: also dass die die Mandanten nicht in die Digitalisierung hinbekommen dass die am Anschlag sind, dass die Kapazitäten da völlig ausgelastet sind.

00:05:43: Also man hat so ein bisschen zwei Welten würde ich aktuell sagen einerseits die digitalen Kanzleien und andererseits die Kanzlei die ein Stück weit gerade dabei sind den Anschluss zu verlieren.

00:05:52: wobei wir aber sagen muss der zweite Part bis jetzt schon der ausgeprägte wenn man so die Zahlen sieht.

00:05:58: Jetzt als Beispiel wäre dieses Datef digitale Kanzlei, wenn ich das so sagen darf.

00:06:02: Wie wenig Kanzleien das eigentlich jetzt ein Stück weit erst bekommen haben wir für dieses Jahr und da sind ja auch die Zahlen rückläufig ist es schon ein bisschen bedenklich.

00:06:10: Dazu würde mich interessieren glaubst du dass eine Kanz lei digital sein kann ohne dass sie digitale Mandanten hat?

00:06:17: Boah gute Frage!

00:06:20: Ich glaube die Kanz Lei muss das ein stückweit vorleben, dass man digital zusammen arbeitet.

00:06:26: Und dann, wenn man das nicht macht ist es noch schwierig.

00:06:29: Wenn wir das nicht vorlebt, dem Mandant zu verkaufen bzw ihn zu transformieren.

00:06:37: Deswegen denke ich schon dass man als Digitale Kanzlei auch digitale Mandate haben sollte.

00:06:41: beziehungsweise wenn man dies nicht macht ja da wird's schwierig.

00:06:44: Ich kennste das Prinzip der konzentrischen Kreise.

00:06:47: Ich habe das damals kennengelernt, weil ich war tatsächlich mal in einer vergleichbaren Rolle wie du.

00:06:51: Habe hier in Hamburg in der Kanzlei als quasi Ersteuerassistent angefangen und hab da klassische Finanzbuchhaltungen Jahresabschüsse steuerliche Beratung gemacht.

00:06:59: Hab aber parallel dazu auch das ganze Thema der Prozessdigitalisierung an der Schnittstelle zu Mandanten gemacht.

00:07:05: Und wir hatten damals einen Kanzleiberater, der sagte, dass Prinzip der konzentrischen Kreise sollte am besten so umgesetzt werden.

00:07:11: Das muss man sich vorstellen wenn du so eine Fütze hast wo so ein... ein Stein rein fällt und dann kommen.

00:07:17: die Kreise von innen nach außen werden immer größer.

00:07:21: So hat er das auf die Digitalisierung übertragen, dass man sagt man sollte erst mal im Innenkreis anfangen also bei den internen Funktionen der Kanzlei dann bisschen weiter rausgehen in die Leistungserbringung.

00:07:32: und wenn man damit seiner Digitalisierung gut aufgestellt ist, hat man eigentlich auch die Glaubwürdigkeit um seine Mandanten direkt bei den Digitalisierungsfragen in den steuerrelevanten Prozessen an die Hand zu nehmen.

00:07:44: Also die Aussage war eigentlich, man fängt quasi bei der Kanzlei intern an und arbeitet sich dann immer weiter nach vorne.

00:07:50: Bis man dann halt ein eigenes Beratungsmodell daraus machen könnte, dass man wirklich eine Prozessdigitalisierung oder eine rechtskonforme Prozessdigitalisierung für Mandanten mit umsetzt.

00:07:59: Würdest du sagen, dass ihr das so im Prinzip auch gemacht habt?

00:08:01: Wird's so.

00:08:02: der Streich, dass wir es auch so machen finde ich aber mal einen guten Ansatz.

00:08:05: erst also jetzt.

00:08:05: als Beispiel könntest du ja jetzt sagen Wir haben unsere Ausgangsrechnung auf E-Rechnungen umgestellt also als Kanzlei Und wenn man das Thema E-Rechnung jetzt an den Mandanten heranbringen will, haben wir da schon erste Erfahrungswerte wie es bei uns selber gelaufen ist.

00:08:18: Deswegen also den Ansatz würde ich schon als richtig ansehen dass man im ersten Schritt versucht bei sich selber um das Thema anzugehen oder umzustellen und dann im nächsten Schritt bei dem Mandant weil man dann auf die Erfahrungswerten aufsetzen kann, die man dann selber gesammelt hat.

00:08:33: Das hatte ich auch im Vorgespräch bei dir so verstanden, dass du ja sowohl quasi die Abläufe innerhalb der Kanzlei wird optimierst oder zumindest diese Optimierungsvorgänge begleitet ist, aber gleichzeitig auch an der Schnittstelle zum Mandanten quasi die Mandanten bei der Digitalisierung unterstützt.

00:08:48: Genau ich habe so eine Zweiteilung in meinem Beruf oder meinem, also einerseits Mandanten, die wir dann bei den Prozessen unterstützen oder grundsätzlich im Jahr war es Alltag unterstützen oder bei Projekten unterstützen und dann halt die ganz slime.

00:09:03: wenn man da irgendwelche Digitalisierungsthemen hat, dann geht das auch meistens über meine Feder.

00:09:07: Du machst das bei dir in der Kanzlei ja nicht alleine, du hast da ein Team.

00:09:11: Magst du dann etwas zu sagen?

00:09:12: Wie ist es zusammengestellt?

00:09:13: wie viele Leute was bringt die so mit?

00:09:15: Wir sind jetzt vier Leute beziehungsweise bald nur noch drei weil einen Mutterschutz geht.

00:09:21: Ja das haben wir grundsätzlich also jetzt vom background helps und dass schon das mein setter das wichtigste ist als die.

00:09:27: die müssen sich nicht unbedingt den steuerhintergrund haben sondern sich mit Digitalisierung ein Stück reinfuchsen und dann halt offensichtlich die Prozesse beim Mandaten zu verbessern bzw.

00:09:39: bei uns in der ganzen Leih, deswegen haben wir da verschiedenste Jobtitel oder Hittergründe.

00:09:44: Das heißt das sind keine Kolleginnen und Kollegen die aus der klassischen steuerlichen Sachbearbeitung erwachsen sind sondern die sind wirklich frei für das Thema Digitalisierung zu euch gekommen?

00:09:53: Genau!

00:09:53: Ja das

00:09:54: ist interessant.

00:09:54: Beziehungsweise

00:09:55: auch reingewachsen die händischen Werdegang hat... ... wird sich ohne Eskosch-Masterstudium, aber die da jetzt auch... ... ein Stück weit dann reingewachsen ist.

00:10:04: Auch in die Rolle ähnlich wie bei mir.

00:10:05: Also ich war vorher auch das sie für Buchhaltung zuständig war und dann jetzt vorne mich dann für Digitalisierung zuständig ist.

00:10:13: Ja beim Fight also beim Fachassistenten Digitalisieren IT Prozesse wird ja Digitalisierung nicht als Tuleinführung verstanden sondern du beschreibst es da schon richtig?

00:10:22: Sondern es geht ja um Transformationsprozesse.

00:10:24: Es geht um von Transformation Prozess und Geschäftsmodell muss man sagen.

00:10:29: Und hier entstehen zumindest aus meiner Warte heraus immer wieder Missverständnisse, wenn man sagt ja gut man digitalisiert jetzt den bestehenden Prozess, vereinfacht ihn vielleicht noch davor statt sie eben komplett auch neu zu denken tatsächlich.

00:10:44: Und eigentlich ist das sehr der Kern der Digitalisierung, wenn wir in dem Prozess ansetzen an Docken wie es es aus deiner Perspektive beziehungsweise Ihr im Team habt auch verschiedene Projekte, die wir schon beschrieben haben.

00:10:56: Das ist die E-Rechnung war ein Beispiel davon.

00:10:58: Wenn du einen Digitalisierungsprojekt startest, wo setzt du konkret an oder was ist sozusagen dein Fahrplan?

00:11:06: im Vergleich ist und soll Zustand?

00:11:09: Also grundsätzlich kann man ja sagen dass die Form der Arbeit ist ja schon ein bisschen anders als jetzt klassische Arbeit in der Steuerkanzlei weil es hier mehr ein projektbasiertes Arbeiten ist.

00:11:19: das heißt... Im ersten Blick wird man jetzt einen Zeitrahmen da festlegen.

00:11:24: Also wie lange geht das Projekt überhaupt?

00:11:27: Wer sind die handelnde Personen, also mit wem geht man die Abstimmung darüber?

00:11:31: Was sind überhaupt die Ziele von den Mandanten?

00:11:34: Also was möchte ihr umgesetzt haben?

00:11:35: Was kann man vielleicht weglassen?

00:11:38: Da auch eine Erwartungshaltung abzustecken so dass man hoffentlich am Ende von dem Projekt das der Mandat darüber begeistert ist.

00:11:45: Das müsste man im ersten Schritt abfragen meiner Meinung nach Und dann geht es eigentlich schon an die, also wir waren immer so ein Kickoff.

00:11:52: Das was ich jetzt gerade gesagt habe das wir das besprechen und dann auch aufzeigen im nächsten Schritt was ist überhaupt vorhanden?

00:11:57: Also eine Istanalyse machen.

00:11:59: Was liegt beim Mandanten vor?

00:12:01: Wo sind grad die Probleme?

00:12:03: Und dann im nächsten schritt überlegen wir uns im Team Maßnahmen die wir da machen können um die Situation oder das Projekt anzuschieben bzw.

00:12:11: da Verbesserung dabei zu führen.

00:12:13: Also ihr dokumentiert erst und dann habt du die Schwachstellen, die Medienbrüche Und das ist sozusagen der IS-Zustand und dann geht es weiter in die Gestaltung eigentlich hinein des Sollzustands.

00:12:27: Genau, also dass auch dann dokumentiert wird.

00:12:28: wie ist dann der Prozess?

00:12:29: Wie soll denn der Zukunft dann auch gelebt werden?

00:12:31: von welcher Person?

00:12:32: Wer hat was zu machen?

00:12:33: Geht da noch viel Arbeit drum herum sag ich jetzt mal, die dazu bewerkstelligen isst.

00:12:37: Magst du das vielleicht doch ein bisschen konkreter machen?

00:12:39: Also was für Projekte, was für Aufgabenstellungen bearbeitet ihr da konkret.

00:12:43: Ich denke also an die Standardprozesse Eingangs-Rechnungsverarbeitung, Ausgangsrechnungserstellungen Kasse beispielsweise.

00:12:50: Vielleicht mal so einen kleinen Auszug.

00:12:52: Das Beispiel könnte ich jetzt nennen dass wir bei einem Mandanten... Wir haben uns dann getauft, dass wir uns um die Verwaltungsprozeste kümmern.

00:12:59: Es war eine Hausverwaltung wo wir uns angeschaut haben was sind überhaupt typische Verwaltungsaufgaben, die jetzt da erledigt werden müssen.

00:13:09: Weil er halt beschrieben hat dass das noch sehr analog stattfindet und halt oft eine Doppelung stattfindete.

00:13:13: und dann haben wir das was ich gerade eben beschrieben habe so eine Istanalyse gemacht haben erst mal überhaupt erfasst.

00:13:18: Was sind die einzelnen?

00:13:19: weil ihr wusste auch zum Teil gar nicht?

00:13:21: Was sind jetzt diese alten Verwaltung Aufgaben die bei mir in der Firma stattfinden oder im Unternehmen stattfinden?

00:13:27: Das haben wir Ihnen überhaupt mal auch stark gezeigt.

00:13:31: Was sind die Prozesse?

00:13:32: Wo gibt es aktuell Doppelungen, wo gibt es aktuelle Probleme?

00:13:35: Das war eben noch nicht so klar.

00:13:36: Wo geht Zeit verloren?

00:13:37: Wo geht dann im Endeffekt Geld verloren?

00:13:41: Das haben man dann ihm aufgezeigt mit dem Besprochen und haben ihn dann auch im nächsten Schritt Handlungsempfehlung an die Hand gegeben, was er da verwässern kann bzw wie den IS-Prozess haben wir umgestellt auf ein Sollprozess, wie das aussehen könnte und haben das dann mit ihm abgestimmt, wie wir's in der Zukunft machen können.

00:13:56: Okay, das ist spannend.

00:13:57: Das heißt jetzt Verwaltung im Sinne von Hausverwaltung so als spezielle Branche ja tatsächlich wie haltet ihr das mit dem Thema der ich nenne es jetzt mal groß der Rechtskonformität?

00:14:07: also wir haben die gubd Die auch bei uns im Lehrbuch und auch Thema der Feitausbildung sind.

00:14:12: also ehrlich gesagt die Rahmenbedingungen stecken für die Abbildung von digitalen steuerrelevanten Prozessen.

00:14:19: Denkt Ihr das mit oder?

00:14:22: Wie bringt ihr das an den Mandanten ran, dass die GOBD nicht nur berücksichtigt werden sondern dass im Zweifel auch die Anforderungen wirklich konkret erfüllt sind?

00:14:29: Das war hier ein Beispiel.

00:14:31: Zwar gemeinnahe Verwaltungsprozesse ging da auch schon um, wir nennen es dann immer rechnungswesennahe Prozesse, dass wir die dabei ja auch im Blick haben bzw dem Mandanten dann auch aufzeigen was er da rechtlich beachten müssen.

00:14:44: also das besprechen wir dann auch schon in dem Prozess ist immer ein Bestandteil davon.

00:14:50: Das ist quasi die Grundlage, würde ich sagen.

00:14:53: Und ihr geht dann so weit dass ihr nachher auch Datenflüsse in eure Kanzlei gehen also in Richtung der CD auch richtig so optimiert das dann etwaige Aufgaben wie die Erstellungen der Finanzbuchhaltung, Erstellung der Jahresabschlüsse oder wie auch immer, dass die dann halt über richtige Schnittstellen wirklich zu euch kommen um da halt auch die Medienbrüche zu reduzieren und das Automatisierungspotenzial zu erhöhen?

00:15:13: Genau!

00:15:13: Also gut man könnte dann sagen ja... Ja, aber dann für euch.

00:15:16: Weil der Prozess für euch schneller geht oder was?

00:15:19: Aber es ist eigentlich immer so dass auch gleichzeitig mehr Werte für die Mandanten dabei entstehen.

00:15:25: So ist zumindest unsere Erfahrung und dann geht das einher.

00:15:28: also dass wir unseren Prozess interner durch schneller erledigt bekommen und der Mandant in der Zusammenarbeit auch schnell zum Ergebnis kommt.

00:15:34: weil sag ich mal so viel lustig mit Finanzbuchführung auseinanderzusetzen liegt da jetzt manchmal nicht vor und dann wird es einher.

00:15:43: Gehe ich recht in der Annahme, dass ihr eine Datefkanzlei seid?

00:15:46: Genau.

00:15:46: Da würde mich mal interessieren wieso das Wissen um die digitalen Vorsysteme der Datef also alles rundum unternehmen online was da so kursiert.

00:15:56: Würdest du sagen, dass die Mitarbeitenden bei euch in der Kanzlei, die dann in der Finanzbuchhaltung aktiv sind, dass diese sich da auch grundsätzlich gut mit auskennen oder ist es eher eine Kompetenz, die bei euch im Digitalteam verortet ist?

00:16:08: Also sagen wir Grundlevel haben die Mitarbeiter die Wissen, wie Unternehmen online aufgebaut ist.

00:16:14: Die wissen, wie das funktioniert wenn es da vielleicht Probleme gibt wo man gucken kann.

00:16:19: also ein Grundbasis ist vorhanden.

00:16:22: Nichtsdestotrotz ist es so bei uns dass der Support also wenn jetzt einen Mandant anruft sagt keine Ahnung ich komme in den Unternehmen Online nicht rein oder sie liegt ja und der Fehler gerade vor, landet das bei mir beziehungsweise beim Team dann um halt einfach die Mitarbeiter davon zu entlasten Dass diese sich wirklich aufs Rechnungswesen konzentrieren bzw.

00:16:40: auf die Buchhaltung.

00:16:42: Aber zur Not sagst du erstmal, wenn ich ausfallen würde.

00:16:44: Die könnten trotzdem, sag ich jetzt mal, wir nennen es dann für Double Support, könnten die bewerkstelligen?

00:16:50: Wenn's dann tiefer geht, klar liegt das technisch verständnis bei meinem Team oder unserem Team.

00:16:56: Ja, wir haben jetzt schon viel über Prozesse gesprochen bzw wie ein guter digitaler Prozess ausschauen sollte.

00:17:03: Bei Feid ist es ja auch so.

00:17:04: der hat des Prozessdenken anstatt der Einzelfallbearbeitung.

00:17:08: in sich vereint.

00:17:09: Wenn Prozesse jetzt vereinfacht und strukturiert sind, dann kommt ja die Technologie.

00:17:14: Und dann geht es auch um die Frage welche Tools wir einsetzen sollen?

00:17:19: Und wenn wir von Tools sprechen, Werkzeugen sprechen oder von Anwendungen sprechen, da geht's auch immer um Automatisierung.

00:17:26: Ja, dort ist auch Rechnungswesen adressiert.

00:17:30: Wie funktioniert das eigentlich Automatisierung heute schon?

00:17:33: Also weil am Ende des Tages gehts ja auch hier wiederum um Schnittstellen in der Praxis.

00:17:38: Datif hat er dir jetzt gerade auch aufgezeigt.

00:17:42: Und was sind so die typischen Fehler tatsächlich bei dieser Einführung von neuen Tools?

00:17:48: Also wenn es bei uns gucken, klar, wir haben jetzt gesagt datif bieten ja diesen Automatisierungs-Service an das man seinen Rechnungswesen oder doch Kancerrechnungsweisen mit KI unterstützen lassen kann.

00:18:00: Das heißt, wenn da jetzt wiederkehrende Vorgänge kommen dass die KI das mittlerweile versteht und dann auch automatisch verbucht.

00:18:11: Damit haben wir relativ früh begonnen, weil wir davon überzeugt sind dass man da relativ früh schon auf den Zug aufspringen muss damit das System überhaupt lernt, weil es halt immer eine Vorlaufzeit hat.

00:18:21: ich meine das war jetzt irgendwie so drei Monate oder so bis wir halt im Anfang sag' ich jetzt mal klar Der erste Fehler, dass man darauf sagt, obwohl das System am Anfang vielleicht ein bisschen ruckelt.

00:18:30: Dass man dann wieder abspringt und zwar klar.

00:18:32: Das hat sich dann auch gesagt, dass wir halt dem System Zeit geben müssen bis sich die ersten Ergebnisse einstellen.

00:18:38: wenn man das dann in der Kanzlei so kommuniziert herstellt nicht mehr Vertrauen beziehungsweise auch eine Verständnis dafür Wenn das System noch Fehler macht weil oftmals der Buchhalter sagt jetzt mal ist eine Person, die sehr genau oftmals arbeitet Und wenn der Anfehler passiert, dann kann es schon sein dass er nicht begeistert ist von der Lösung und sagt ne ich möchte lieber die volle Kontrolle haben.

00:19:02: Möchtest du lieber händlich selber buchen?

00:19:04: Die Gefahr besteht und das haben wir dadurch dann hoffentlich vermieden.

00:19:08: also ist das Verständnis für so eine Erstautomatisierung von vornherein schon ein bisschen höher gewesen.

00:19:14: was jetzt zu einer zweiten Frage mit dem Tool oder ich würde sagen, dass man vielleicht zur hohen Erwartung direkt an das Tool hat.

00:19:22: Man denkt oft dann, wenn ich einen Tool hole, löst das alles die Probleme auf, die ich irgendwie aktuell habe?

00:19:28: Dass man denke ich mit einer klaren Erwartungshaltung daran geht was kann das Tool, wofür nutze ich es ein?

00:19:34: und wenn man sich das klar macht, dann hat man glaube ich auch eine gesunde Erwartungen

00:19:37: erfordern.".

00:19:38: Wie geht ihr in der Kanzlei mit der Vielzahl an Tools um?

00:19:42: die es am Markt ja mittlerweile schon gibt.

00:19:44: Also ich kenne so Ansätze, dass Kanzleien sagen wir haben eine Handvoll vor Systeme.

00:19:49: Die wollen wir unterstützen und da bauen wir auch selbst ein Know-how auf.

00:19:53: andere Kanzlei mit denen ich schon mal zu tun hatte, die sagen ja wir nehmen das was kommt und stellen uns in der Herausforderung und irgendwie kriegen wir sich schon integriert insbesondere wenn Daterschnittstellen irgendwie vorhanden sind.

00:20:06: wie lebt ihr das?

00:20:07: Ich würde sagen, dabei schon im Blick haben, also es gibt ja die diversen Messen oder so sind wir auch schon aktiv das wir dahin gehen und den Markt immer gucken.

00:20:15: Also wenn jetzt ein neuer Player um die Ecke kommt dann haben wir ihn eigentlich schon auf dem Schirm und gucken uns an.

00:20:19: ist das eine sinnvolle Lösung?

00:20:21: Nichtsdestotrotz haben wir eben gesagt haben Datef ganz lei schon immer so.

00:20:25: die Prämisse dass vorne nämlich eigentlich immer Datef das was du auch gesagt hast mit Schnittstellen Das ist so Grundvoraussetzung für uns weil wir sagen also die Wahrscheinlichkeit dass wir irgendwie die Datef verlassen ist relativ niedrig.

00:20:37: Das muss für uns gegeben sein, dass da eine Stittstelle vorherrscht.

00:20:39: Deswegen ist das so unsere Herangehensweise.

00:20:44: Ansonsten, klar treten immer mehr Player auf dem Markt oder immer mehr Tools kommen um die Ecke.

00:20:51: Also grundsätzlich sind wir schon offen neue Tools einzuführen und man muss halt immer gucken, dass man das auch dann begleitet und auch so eine Einführung mit den Mandanten zusammen macht.

00:21:04: Das ist bei uns der große Vorteil, dass wir jetzt mittlerweile dann halt aus einem Vertrauensverhältnis zum Mandanten haben.

00:21:08: Dass die sagen ich könnte da was einführen.

00:21:10: Die bringen von sich aus auch dann Ideen ein wo sie etwas vielleicht einfüllen könnten und wir gucken ganz zusammen was da vielleicht sinnvoll ist.

00:21:18: das ist halt immer die Gefahr, dass man also die Beziehung zu mandanten bisschen Hinten ranstellt und dann führt der Mandant von sich aus irgendwas ein.

00:21:24: Und dann ist man erst unterwegs, wir vertreten sogar die Meinung dass man hoffentlich schon direkt bei dem Onboarding von so einem neuen Tool dabei ist und den Mandanten begleitet das bestmögliche anzuführen.

00:21:36: Genau!

00:21:36: Das ist glaube ich auch einer der wesentlichsten Punkte die nachher in dieser Fight-Ausbildung wo es um das Thema Digitalisierung der Mandatsabläufe und die Integration der Kanzlei Prozesse geht, dass sich ja wirklich die Form der Zusammenarbeit verändert.

00:21:51: Also es geht nicht mehr um den Pendelordner, der abgegeben wird und ab dann ist das nur noch die Aufgabe der Kanzlei.

00:21:57: Sondern die Integration des No-House für steuerrelevante Fragen wird im Zweifel schon viel früher relevant.

00:22:03: Und das ist so unsere Erfahrung zumindest häufig wirklich ein bisschen die Barriere, die man aufbauen muss auch dem Kollegen in der Kenzlei.

00:22:10: Da müsst ihr ja schon verstehen wenn da irgendwelche Ausgangsrechnungen geschrieben werden wo dann Umsatzsteuerliche Anforderung abgebildet werden.

00:22:18: Das weiß der Mandant nicht unbedingt, das ist das was am Ende schon irgendwie zugeliefert wird.

00:22:23: Dass diese Form des Austausches sich tatsächlich dadurch auch verändert.

00:22:27: Habt ihr da ein geregelten Prozess dafür?

00:22:29: Also dass hier Pro-Mandat zum Beispiel sagt an dieser Stelle soll die Kanzlei befragt werden wenn irgendwas in dem Vorsystem geändert wird oder da hält sich die Kenzlei ganz bewusst raus, das macht den Mandant komplett eigenständig?

00:22:42: Also immer wenn es irgendwie um Rechnungswesen namen Prozesse gilt oder geht beim Mandanten kommen wir eigentlich schon um die Ecke.

00:22:51: Und dann ist es eigentlich so, dass das jetzt mit der Zeit dann gewachsen ist, dass wir da hingekommen sind und sich aktiv bei uns meldet wenn er was Neues einführt.

00:23:02: Da die Gefahr besteht, dass der Mann das nicht macht.

00:23:05: Dann stellt man fest, er hat irgendwas schon eingeführt und läuft vielleicht im schlimmsten Fall ein falschen System bei uns rein.

00:23:14: Da sind wir Gott sei Dank... Das ist eigentlich

00:23:17: ein gutes Stichwort, also die Einführung von neuen Tools in der Kanzlei beziehungsweise bei euch und beim Mandanten.

00:23:25: Da sprechen wir ja auch von Veränderungsprozessen.

00:23:28: Also Digitalisierung bedeutet immer Veränderungen – das kam ja auch vorhin schon im Gespräch zu Tage.

00:23:33: Und auch als Veränderungsprozesse als solche muss ich begleiten und es entscheidet, dass ich diesen Prozess begleite.

00:23:41: Was sind das eigentlich immer die größten Widerstände jetzt?

00:23:45: Getrennt vielleicht, betrachtet Kanzlei-Perspektive.

00:23:48: Vorhin ging es um den... über die Buchhaltung.

00:23:52: aber auch bei meinen Danten ist wie gesagt der Pendelort mal wegfallen würde bzw.

00:23:58: der Prozess sich ändert Die Verknüpfung der Zuarbeit sich ändern.

00:24:04: Also was sind die Widerstände, die du beobachtet hast in deiner Zeit einmal in der Kanzlei wie man es sich vermeiden könnte oder sollte und einmal vielleicht auch beim Mandanten.

00:24:14: Ich habe ja gesagt, dass ich öfters im Austausch bin in der Region mit anderen Kanzleien oder wo ich das dann wahrgenommen hab.

00:24:20: also wenn ich das jetzt vergleiche das Mindset was da hervorherrscht im Gegensatz zu unserer Kanzlei dabei halt mehr so eine Abwehrhaltung, dass sie eher gegen etwas Neues sind also die anderen Kenzleien.

00:24:32: Da muss ich echt sagen, dass unsere Mitarbeiter eigentlich schon dafür immer offen sind.

00:24:35: klar Dass jetzt nicht jede Neuerung da Begeisterung auslöst, ist auch klar.

00:24:41: Was dabei wichtig ist, dass man immer die Mehrwerten daraus arbeitet.

00:24:45: also warum fühlen wir das ein?

00:24:47: Muss das Warum immer erklären?

00:24:49: Warum machen wir das?

00:24:50: was sind dann die Mehrwerte davon?

00:24:52: beziehungsweise was bringt es dann dem Mandanten oder in der Zusammenarbeit?

00:24:55: wenn man das sauber herausarbeitet Dann löst man schon den ersten Widerstand auf.

00:25:00: Das wird aber auch beim Mandanten auch separat auszusehen.

00:25:04: Da muss man auch immer einen Austausch gehen, mit dem Mandanten und ihm erklären warum wir das jetzt überhaupt zu machen.

00:25:10: Wieso wir davon überzeugt sind?

00:25:11: Weil wenn wir das schaffen dann ist er auch gewillt auf Veränderung weil grundsätzlich das was du gefragt hast macht im ersten Problem.

00:25:23: Wir haben uns in seinem Gewohnheitstrott drin und eine Veränderungen Da herbeizuwirken, da muss halt gute Gründe für geben.

00:25:30: Wenn man die dann aufzeigt, dann findet auch eine Veränderung statt und wenn man das nicht macht, dann bleibt man in seiner Gewohnheit drin.

00:25:35: Man ist das so gewohnt.

00:25:37: Aber er war es vielleicht gewohnd den Pendelordner vorbeizubringen, ja dann mach ich das weiterhin.

00:25:41: aber wenn man dann herausarbeitet, es gäbe auch ein anderer Form der digitalen Zusammenarbeit und es führt im nächsten Schritt zu denen den Mehrwerten.

00:25:49: Dann kann der sich eigentlich schon oder gibt's wenig Gegenargumente noch in dem Gewunden Ablauf zu bleiben.

00:25:55: Genau, jetzt befindet sich ja nun das Steuerrecht oder die Digitalisierung von steuerrelevanten Abläufen auch schön in diesem Spannungsverhältnis zwischen regulatorischen Anforderungen also der Pflicht etwas zu tun und dann daraus durchaus auch den sich ergebenen Möglichkeiten.

00:26:09: Also ein Thema was wir schon lange haben ist die Verfahrensdokumentation wo man sich zugegebenermaßen etwas schwer tut so sagen da es steckt jetzt ein großes Potenzial drin.

00:26:17: Tatsächlich ist das schon so, wenn man sich den Prozessen einmal näher, sie vernünftig aufnimmt.

00:26:22: Dann kann man sie analysieren und dann kann man Sie verbessern?

00:26:25: Aber das ist immer ein Verkaufsargument zu unserer Erfahrung, dass es gar nicht so einfach zu platzieren.

00:26:31: Was anderes wiederum ist natürlich jetzt die Umstellung oder die Einführung der E-Rechnung weil da haben wir ja nun wirklich eine gesetzliche Pflicht mit der Änderung des Umsatzsteuergesetzes und mit den Formatanforderungen und ähnlichem.

00:26:44: Wie seid ihr damit umgegangen?

00:26:46: also Mit Blick auf eure Mandanten.

00:26:51: Habt ihr die Adressierten, sagst mal auf, die E-Rechnungspflicht kommt?

00:26:55: Jetzt spätestens zum nächsten Jahr müssen ja nun die größeren Unternehmen ab achthunderttausend Euro Jahresumsatz zwangsläufig E- Rechnungen versenden.

00:27:02: Verarbeiten müssten sie heute schon können.

00:27:04: Habte das irgendwie genutzt um das Thema der Veränderung durch Digitalisierung auch ein bisschen zu forcieren?

00:27:10: Also wir haben es als Anlass genommen, also grundsätzlich hatten dann ein Webinarveranstalt für alle Mandanten von uns zum damaligen Zeitpunkt aufzuklären.

00:27:19: Ja was kommt da jetzt auf die zu?

00:27:21: Was sind ja die gesetzlichen Vorgaben im Grundlage der E-Rechnung?

00:27:26: Man muss dazu sagen dass bei uns schon, wir haben einen Ohrenanteil von Digitainmandanten, also die haben schon die Empfangspflicht hier damals verpflichtend eingeführt wurde und die haben die Voraussetzung erfüllt.

00:27:39: Wir haben das ja so als Anlass genommen.

00:27:41: Klar, wir waren es nicht bei hundert Prozent bei den Mandanten die restlichen noch dazu zu bewegen jetzt auch digital mit uns zusammenzuarbeiten und dann war halt die E-Richtung dafür der perfekte Aufhänger das dann nochmal da zu platzieren um halt wirklich nochmal Argumente zu haben dass sie jetzt auch wirklich mit uns digital zusammen arbeiten müssen.

00:27:59: Gleichzeitig haben auf jeden Fall für dieses Jahr auch nochmal vorgenommen weil klar die Eingangsseite haben jetzt abgefrischt.

00:28:05: jetzt geht's um die Ausgangsseite beziehungsweise um den Vorsteuerabzug, der da jetzt ein Stück weit dann auch gefährdet ist.

00:28:11: Das nochmal sauber dem Mandanten zu erklären bzw.

00:28:15: dann noch mal irgendwie ja wir sind uns da jetzt noch Gedanken machen was wir da beratungsmäßig anbieten können denn man dann da bestmöglich weiter zu unterstützen.

00:28:23: so sind unsere Gedankenschwürde dabei.

00:28:25: Ja vielen Dank für die Einschätzung.

00:28:27: das ist tatsächlich so ein interessantes Thema.

00:28:29: also ich glaube dass was du formulierst ihr habt natürlich eine gute Ausgangslage wenn ihr schon viele Mandaten in einer digitale Struktur aufgesetzt habt.

00:28:38: und da muss man ja auch sagen, wenn die Mandanten halt irgendwie in der Datev-Umgebung unter dem Online als Vorsystem nutzen dann hat man ja schon Bordmittel, die gut funktionieren insbesondere auf der Empfangsseite.

00:28:48: Bei der Erstellungseite ist es ja immer die Frage welche Systeme haben sie tatsächlich im Einsatz?

00:28:52: wie relevant sind da auch die Integration in die operativen Systeme damit das da halt auch vernünftig effizient laufen kann?

00:29:01: Ja sehr gut!

00:29:02: Du hattest zwischenzeitlicher auch erwähnt, dass du bei LinkedIn aktiv bist und das du auch mit Kanzleien bei euch in der Umgebung immer mal zu tun hast.

00:29:09: Das würde mich tatsächlich nochmal interessieren wie ihr als Kanzlei euch mit dem Thema Vernetzung aufstellt?

00:29:16: Weil unsere Erfahrung nach ist Digitalisierung ja nun wirklich schnelllebig.

00:29:19: technologischer Wandel, der überholt uns zum Teil regelmäßig.

00:29:24: Und der Austausch so ist zumindest meiner Erfahrung aus meiner Zeit in der Kanzlerin ist es, dass man schon sehr gut voneinander lernen kann.

00:29:31: Würdest du sagen, dass die Kanzleien da offen sind für den Austausch und das ihr in so einer guten Netzwerkgruppe oder Weg seid wo man sich auch tatsächlich wissensmäßig gut weiterbringt?

00:29:42: Gut wie ich das sagen darf.

00:29:42: Wir sind ja bei DTACS also ein Kanzlei verbunden von digitalen Kanzlerinnen in Deutschland.

00:29:49: Wollt auch regelmäßig einen Austausche stattfinden zu diversen Themen.

00:29:52: Also wenn wir jetzt irgendwas Neues haben oder eine andere Kanzlerin dann wird sich darüber ausgetauscht.

00:29:57: davon profitieren wir halt auch von den Erfahrungswerten der anderen Kanzleien ganz klar.

00:30:02: Beziehungsweise geben wir da auch unser Wissen weiter, also wenn wir irgendwo bei einer Anwendung vielleicht schon erster Erfahrung haben dann teilen wir das auch dort.

00:30:09: Das ist so die eine Seite.

00:30:10: Klar was ich beschrieben habe dass wir auch also Dathef, dass wir da auf diverser Veranstaltung unterwegs sind um halt einfach zu sehen was da passiert bzw sich mit anderen Kanten auszutauschen und das ist auf jeden Fall ein wichtiges Ja jetzt weg Thema.

00:30:28: und als letztes wird sagen ja linked in klar das habe schon beschrieben dieser bubble.

00:30:32: Aber gleichzeitig ist auch unwahrscheinlich.

00:30:34: also wenn ich dort unterwegs bin sieht man immer was Neues und man nimmt etwas auf und es ist ein Stück weit auch ein weiter Bildungstour über dich mittlerweile behaupten, also wenn da was neu ist um die Ecke kommt dann nämlich star im ersten Schritt war und kann mich schon.

00:30:49: Ich meine teilen auch viele ihre Erfahrungen kann man davon auf jeden Fall profitieren also nicht nur mal konsumieren.

00:30:53: man kann aus selber Da wissen Teilen, was ich auch zum Teil mache.

00:30:57: So wird diese drei Teilungen mal gerade beschreiben.

00:30:59: Wo du grad das Wort Weiterbildung noch einmal genannt hast ne?

00:31:02: Wenn ich das richtig verstanden habe, dass du bei dir im Team glaube ich auch den einen oder anderen Kolleginnen und Kollegen die selber ein Fight, die Fight Prüfung gemacht haben wie schätzt du das ein?

00:31:13: also ist das eine wirklich gute Vorbereitung für die Leute auf diesen Job denen sie machen Also die wirkliche Möglichkeit sich über so eine Fight Prüfung irgendwie zu qualifizieren, den Werdegang dahin.

00:31:25: Hättest du das für sinnvoll?

00:31:27: Ich habe es auf jeden Fall für Sinnvoll bei der Inhalte also gar nicht so sehr den Fokus auf diese Prüfungen legen sondern die Inhalten die man da vermittelt bekommt sind meines Erachtens Gold wert.

00:31:37: bzw.

00:31:37: um halt auch diesen theoretischen Hintergrund zu haben ... um halt auch einschätzen zu können, macht jetzt so einen Einführungssinn.

00:31:44: Ist das jetzt gesetzlich konform?

00:31:45: Um das beurteilen zu können ist es auf jeden Fall eine sinnvolle Fortbildung würde ich sagen.

00:31:51: Ja da knüpfe ich gerne nochmal an.

00:31:53: also wenn du das beschreibst und manifestiert sich bei mir ist der Eindruck dass Digitalisierung weniger ein Technikproblem ist sondern eher im weiten Maße in Führungsorganisationsproblemen... ...dass wir eben über Austauschung, Weiterbildung wie etwa den Fight jetzt hier, den du auch genannt hattest zu lösen gilt.

00:32:16: Aber wenn wir über Digitalisierung sprechen, dann sprechen wir aber auch häufig immer über Schlagwörter und ... Du hast auch die Zertifizierung der Dativ genannt?

00:32:25: Was wäre jetzt eigentlich eine wirklich digitale Kanzlei beziehungsweise was ist eine digitale kanzlei heute und was ist ne digitale kanslei vielleicht morgen?

00:32:35: Was ist die Rolle der Kanzlei?

00:32:37: Werden wir sozusagen in den Kanzleien jetzt Prozessberater sein, verändert sich gegebenenfalls auch das Berufsbildesaufgabenfeld beziehungsweise braucht jetzt jede Kanzrei auch eine digitalen Strategie.

00:32:51: Schwierig auf jeden Fall.

00:32:52: Eine Digital-Strategie brauche ich, dass man sich auf jeden fall Gedanken machen muss über die Veränderungen, die da jetzt kommen.

00:32:58: Ist

00:32:59: wirklich hoffentlich klar bzw sehr gut wenn man die Berufsstadt da sieht.

00:33:02: von den Zahlen was ich gesagt habe weiß ich jetzt nicht, warum die da noch nicht aktiv werden.

00:33:08: Ist mir auch ein bisschen Rätsel schwierig zu beurteilen.

00:33:13: Jetzt kann es leiden in der Zukunft – also sehe ich schon das auf jeden Fall eine digitale Kanzlei mit, wo die Routine-Tätigkeiten immer mehr automatisiert werden.

00:33:21: Also dass man sagt, man verdient jetzt noch Geld mit der FIBU.

00:33:25: Das wird mehr und mehr nachlassen, denke ich.

00:33:28: Und muss halt schon Gedanken machen wie man das auffängt.

00:33:31: Deswegen... Also so denke ich, dass die Beratung größere Teilen Anspruch nehmen wird in der Zukunft.

00:33:38: Dass das auf jeden Fall ein Thema sein wird und klar was du gesagt hast mit Prozessen

00:33:42: etc.,

00:33:42: dass man darüber Know-how verfügen sollte, denke ich auch und dass man dann neue Dienstleistungen anbieten kann.

00:33:49: also klar als Prozessüberwacher oder wie man es auch immer nennen möchte, dass das eine zukunftsfähige Rolle sein sollte.

00:33:54: ob das jetzt ein Fight sein muss wer auf jeden fall hilfreich da jemand dabei zu haben So könnt ihr mir das vorstellen.

00:34:00: auf jedenfall

00:34:01: Die Perspektive, jetzt müsstest du natürlich unterschiedlichen Perspektiven einnehmen.

00:34:06: Was wäre jetzt dein wichtigster Rat an Kanzleien?

00:34:09: Die in diesen Digitalisierungsprozessen noch ganz am Anfang stehen, die sich jetzt dazu entscheiden, die Prozesse zu ändern und auch das Tun zu ändern

00:34:20: bzw.,

00:34:20: was könntest Du denen dann empfehlen?

00:34:23: und an Kenzleien, die schon vielleicht fortgeschrittener sind in diesem Prozess, in der Prozesslandschaft, wo die Du jetzt auch vielleicht dabei Garn und net begleitest.

00:34:33: Als wenn ich noch gar nicht da in dem Thema bin, dann muss glaube ich grundsätzlich von der Kanzlei-Leitung oder ja vom Kanzleinhaber die Entscheidung getroffen werden dass man das Thema angeht.

00:34:43: Das muss von oben halt quasi gelebt werden.

00:34:47: Dann ist die Frage jeder wirklich involviert sein sollte.

00:34:50: also ich denke, wenn ich jetzt so einen Replik kocke, dass ein Digitalisierungsteam auf jeden Fall Sinn macht, also dass vielleicht auch zwei drei Köpfe, wenn mal jetzt von einer Kanzler aus geht... das Thema zu platzieren, dass die sich auch strukturiert und das Thema einarbeiten.

00:35:04: Und das Thema auch angehen weil ich glaube wenn da jeder Mitarbeiter involviert ist, dass es dann schwierig wird.

00:35:11: So wird's das bei dem Staat und bei besseren Kanzleien.

00:35:13: ja gut, würde ich jetzt vielleicht ersten Blick nochmal eine Istanalyse machen.

00:35:18: also wo bin ich vielleicht noch nicht hundert Prozent digital unterwegs?

00:35:22: oder wo gibt es noch Verbesserungspotenziale?

00:35:24: Dass man überhaupt erstmal so ne Istanalyse macht und dann guckt was kann ich ein Stück weit verbessern?

00:35:29: ... dass wenn so die Zweihandlungsempfehlungen, ... ... die ich da auch folieren könnte.

00:35:32: Ja schon mal vielen Dank!

00:35:33: Das ist glaube ich was damit kann man als Kanzlei ... ... durchaus etwas mit anfangen?

00:35:36: Vielleicht noch ein Wort zum Thema KI... ... ist ja nun in aller Munde und darf natürlich hier heute auch nicht fehlen.

00:35:44: Welche Rolle spielt KI bei euch denn der Kanzlei?

00:35:46: Du hattest ja schon die KI-Services der Dativ angesprochen im Bereich der Leistungserbringung,... aber seid ihr da auch schon anderweitig aufgestellt und habt irgendwie einen strukturierten Einsatz von KI in anderen Bereichen?

00:35:57: Also wir sind jetzt gerade dabei, Co-Pilot einzuführen.

00:36:00: Also die KI von Microsoft.

00:36:02: das weil wir halt im ersten Schritt für uns entschieden haben dass wir der Meinung sind, dass bei den Mitarbeitern größer Entlastung am ersten Schritt beim täglichen arbeiten also sei es irgendwie eine E-Mail Formulierung, Präsentationsdarstellung oder Nexel auswerten und dass das auf jeden Fall unterstützen kann.

00:36:20: Ich habe gesagt, da TfKi haben wir auch in der Anwendung.

00:36:23: Da sind wir noch ein bisschen ja in der Findungsphase, sag ich jetzt mal.

00:36:26: Wir sind das schon am Testen aber so wird es unser erster Schritt.

00:36:30: Ja spannend!

00:36:32: Daniel hast du noch Fragen die dir unter den Nägeln brennen?

00:36:35: Tatsächlich nicht denn wir haben sehr viel schon gehört heute.

00:36:39: also ich nehme auf jeden Fall mit dass Digitalisierung nicht mit Software und Stools alleine beginnt sondern mit Prozessen und Menschen und einig der Fight auch in dieser Schnittstellenposition ansetzt.

00:36:52: Also wir haben eine Kompetenzentwicklung beim Fight, der Steuerrecht verbindet, der IT verbindet... ...der Organisation

00:37:00: verbindet.".

00:37:01: Genau was ich da besonders spannend finde ist dass ihr Fights im Einsatz habt also das die Rolle, die Qualifikation bei euch tatsächlich relevant ist und was sich auch spannend findest, dass ihr für das Thema Digitalisierung auch Leute von außen geholt habt.

00:37:14: Also jetzt nicht nur Leute aus Sach- oder Fachbefachlichkeit der Steuerkanzlei, also den FIBO-Prozessen beispielsweise heraus sondern euch da auch Unterstützung von draußen holt.

00:37:25: Das bestätigt bei mir so die Erkenntnis das Beraten im Kontext von Prozessen oder Unternehmensberatenden Tätigkeiten in etwas andere Formen der Dienstleistung ist als sie halt eine Kanzlei im Deklarationsgeschäft klassischerweise erbracht wird.

00:37:41: Und ich bin sehr erfreut zu hören, dass ihr euch da auch so breit aufgestellt.

00:37:44: Tatsächlich war ich glaube auch fester daran, dass das durchaus nicht nur eine notwendige Entwicklung ist sondern dass es auch ein valides Geschäftsmodell oder eine Erweiterung des Geschäfts Modells von Kanzleien sein kann eben in die Prozesse reinzugehen nach also mal vorgelagert oder halt auch nach hinten bei der FIBU rausnachher wenn es um das Thema Controlling beispielsweise geht über Auswertungen, dass man eher auch auf diesem Betrieb wirtschaftlichen Teil dann als weitere Ergänzung noch mit drauf setzt Da haben wir jetzt heute nicht drüber gesprochen.

00:38:11: Das, würde ich sagen, behalten wir uns für eine weitere Podcast-Folge vor.

00:38:16: Aber Marcel, ich glaube vielen Dank für deine Zeit!

00:38:18: Hast du noch irgendwas was du unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben möchtest?

00:38:23: Fangt an meine... Also noch nicht zu spät glaube ich man kann jetzt doch was erreichen aber dafür muss der erste Schritt gemacht werden.

00:38:31: Ich würd sagen fangt an ist ein ziemlich guter Call to Action.

00:38:34: da kann man nichts mit falsch machen.

00:38:36: Ja, auf jeden Fall.

00:38:37: Dann vielen Dank fürs Gespräch und vielen Dank für das Zuhören.

00:38:41: Bis zum nächsten Mal!

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