#3 - KI und Kanzlei: Zwischen Hype und Haftung

Shownotes

In dieser Folge sprechen unsere Hosts darüber, warum Künstliche Intelligenz mehr als nur ein Hype ist und wie sie die Steuerberatungsbranche grundlegend verändert. Gemeinsam mit ihrem Gast Hendrik Sievers tauchen sie ein in die praktischen Einsatzfelder von KI, beleuchten die regulatorischen Herausforderungen und zeigen, wie Kanzleien Transparenz- und Datenschutzpflichten meistern können. Sie diskutieren praxisnah, wo KI aktuell wirklich hilft, wo Risiken liegen und wie Mitarbeitende fit für die digitale Zukunft werden.

Wer wissen will, wie Steuerberatung digital, effizient und rechtssicher bleibt, ist in dieser Folge genau richtig.

Gast: Hendrik Sievers https://www.linkedin.com/in/hendrik-sievers-357911147/


FAIT-Club ist ein Podcast der Marke Kiehl des NWB Verlags. Unsere Website: https://www.kiehl.de/podcast/fait-club/ Kontakt: fait-club@kiehl.de Instagram: @nwbverlag Unseren Podcast "Ansteuern" findet ihr hier: https://www.nwb.de/audio/ansteuern

Transkript anzeigen

00:00:02: Fight Club,

00:00:03: der Podcast für alle die Steuerberatung

00:00:05: Digital Denken mit Raphael Kammar

00:00:07: und Daniel Kelberer.

00:00:15: Herzlich willkommen zum Fight Club dem Podcast für Alle die Steuer Beratung digital denken.

00:00:19: mein Name ist Raphael Kammer und gemeinsam mit Professor Daniel Kälberer spreche ich hier in diesem Podcast über die Themen die die Branche gerade wirklich bewegen.

00:00:27: Wir sind die Herausgeber des Lehrbuches für den Fachassistenten Digitalisierung und IT-Prozesse, das im Februar zwanzig sechsundzwanzig in zweiter Auflage beim Kiel Verlag erschienen ist.

00:00:38: In dem Film Fight Club suchen Menschen Orientierung in einer zunehmend komplexen Welt.

00:00:42: Im Fight Club machen wir es genau anders herum – wir wollen Orientierungen geben für eine Steuerberatung, die digitaler, effizienter und zukunftsfähiger wird!

00:00:51: Im Mittelpunkt stehen dabei Future

00:00:53: Skills,

00:00:54: die Mitarbeiter heute brauchen um Kanzleien aktiv in die digitale Zukunft zu führen.

00:00:59: All das erwartet euch im Podcast dem Fight Club.

00:01:03: Schön dass ihr dabei seid und jetzt starten wir in eine neue Folge!

00:01:06: Herzlich willkommen auch von meiner Seite zur dritten Folge dieses Podcasts zur digitalen Transformation im steuerbaden Beruf.

00:01:14: Wie wir bereits gehört haben hat die Digitalisierung die Steuerberatung längst erreicht doch mit dem Einsatz neuer Technologien wie künstliche Intelligenz stellt sich eine zentrale Frage.

00:01:24: Was ist technisch möglich und was ist rechtlich überhaupt zulässig?

00:01:27: Denn KI ist nicht nur ein Effizienztreiber, sondern auch ein regulatorisches Spannungsfeld zwischen Datenschutz, Haftung, Transparenz und eben auch einer zunehmenden europäischen Regulierung.

00:01:42: Gerade für Steuerkanzleien entsteht hier ein neues Betätigungsfeld, Berufsfeld möchte man sagen zwischen Technologie, Recht und Prozess.

00:01:51: Und darüber sprechen wir heute – so freut es mich umso mehr unseren heutigen Gas begrüßen zu dürfen – jemanden, der genau an dieser Schnittstelle arbeitet.

00:02:00: Hendrik Sievers ist Rechtsanwalt- und Fachanwaltung für Informationstechnologierecht, Partner und Leiter des Fachbereichs IT und Medienrecht bei Beck-Rechtsanwälte in Hamburg.

00:02:09: Er berät Unternehmen insbesondere zu Datenschutz-, E-Commerce-, Vertragstrecht- und das Wettbewerbs- und Vertriebsrechts.

00:02:18: Dürbinaus ist er externer Datenschutzbeauftragter, tüftzertifizierter Datenschutzauditshow und eben auch Co-Autor unseres Leerbus für den Fyte.

00:02:30: Also genau die Perspektive, die wir heute brauchen.

00:02:34: Lieber Hendrik schön dass du da bist!

00:02:36: Und ich würde tatsächlich gerne unser Gespräch mit einer ersten Einordnung beginnen wollen.

00:02:43: KIN in der Steuerberatung.

00:02:45: Wenn wir uns dem Thema systematisch nähern wollen, dann ist es vielleicht auch ganz im Sinne desfalls sinnvoll zunächst die technologischen Entwicklungen einsorten bevor wir uns den rechtlichen Implikation widmen.

00:02:59: Wenn wir auf die Steuerberatung oder auch die Rechtsberatungen schauen isst ja KI in aller Munde.

00:03:08: sprechen wir hier von einem Hype- oder einem strukturellen Umbruch?

00:03:13: und wo siehst du vielleicht Auch aktuell die wichtigsten Einsatzfelder für Kanzleien.

00:03:19: Und wo wird vielleicht auch KI überschätzt oder gar unterschätzten?

00:03:25: Ja, guten Tag!

00:03:26: Freut mich heute hier dabei zu sein.

00:03:29: Ich kann tatsächlich sagen aus meiner Sicht ist KI kein Hype sondern absolut ein Umbruch.

00:03:36: KI ist da.

00:03:38: wenn wir sagen KI ist in aller Munde dann können davon ausgehen, dass KI auch wirklich in der Praxis angekommen ist.

00:03:46: Wir haben viele Felder, in denen KI als Tool helfen kann, in den KI Arbeit einfacher macht gerade in den Steuer- und Rechtsberatenden Berufen wirklich sehr, sehr viele Anwendungsfelder.

00:04:02: Und ja bei der Frage Hype oder wirklich jetzt diese Technik die da Das sehen wir wirklich überall.

00:04:11: Ich bin fest davon überzeugt, dass es nicht wegzudenken ist, nicht weg zu denken sein wird.

00:04:18: in unserer Arbeit und bei den Beratungsthemen merken wir auch das die Kanzleien sich Bereiche trauen in Bereichen testen, die uns alle wirklich sehr gut weiterbringen werden.

00:04:31: Kannst du

00:04:31: da tatsächlich Beispiele nennen?

00:04:32: Also was jetzt vielleicht sogar bei euch in der Kanzlei oder im Rechtsberat im Bereich, so für klassische Anwendungsfälle oder Einsatzmöglichkeiten von KI schon existieren?

00:04:41: Genau.

00:04:42: Im rechtsberatenden Bereich geht es häufig darum dass wir sehr große Datenmengen haben angefangen von Urteilsdatenbanken und Ähnlichem Und da ist KI sehr gut geeignet um diese großen Mengen an Daten zu durch Forsten strukturierte Rückmeldungen zu geben.

00:05:01: Im Bereich der Steuerberatung geht es häufig ja auch um große Datenmengen, um Zahlen die ausgewertet werden können.

00:05:07: Also gerade diese Bereiche gewinnen durch KI enorm.

00:05:12: Ein anderer Ansatzpunkt ist aus meiner Sicht immer die Kommunikation mit Kunden, Mandanten in irgendwelchen Masse bereichen.

00:05:22: Das betrifft jetzt vielleicht nicht die kleinere Steuerberatingskanzlei aber auch grade die größeren Kanzleintesten KI Chatbots auf den Websites oder auch gerade in Telefonanlagen eine erste Sortierung von Anfragen.

00:05:38: Da gibt es sehr, sehr viele Projekte am Markt und ich kann sagen wirklich ne sehr spannende Zeitgarde.

00:05:45: In unserem Lehrbuch oder auch allgemein wird der KI als System verstanden das eigenständige Modelle aus Darken entwickelt und daraus Entscheidungen ja ableitet Also deutlich mehr, sozusagen wie eine klassische Automatisierung wenn wir das so festhalten wollen.

00:06:06: Sehen wir ja ein typisches Muster der Digitalisierung.

00:06:09: Technologie entwickelt sich schneller als das Recht und hier setzt ihr eigentlich auch die regulatorische Betrachtungsebene an.

00:06:19: Und da kommen wir dann sehr schnell zur KI-Verordnung.

00:06:23: und Hendrik, wenn ich jetzt die KI-Vordnungen anschaue was sind die zentralen Zielsetzung dieser Form?

00:06:30: Ja, tatsächlich gerne ein Tick weiter aus.

00:06:33: Weil wenn es wirklich um die zentrale Zielsetzungen geht dann könnte man mit einem Satz antworten und sagen der Schutz natürlicher Personen vor dieser neuen Technik das ist aber aus meiner Sicht ja auch etwas zu eng weil letztlich worum geht es bei Technikregulierung?

00:06:52: ich habe da in einem Buch einen netten Vergleich gelesen Weltmeister im Hochwasserschutz sind.

00:07:01: Die verschiedene Projekte haben unter anderem die Wahl in den Niederlanden, wo ein Bereich neu geschaffen wurde einen Bypass der dazu geeignet ist wenn das Hochwasser kommt den Fluss umzuleiten in vernünftige Bahnen zu lenken und dadurch das Land zu schützen.

00:07:22: Und das ist aus meiner Sicht auch hier diese Technikregulierung.

00:07:25: wir haben eine Technik die da die nicht mehr wegzudenken ist.

00:07:30: Und es geht tatsächlich darum, die in richtige Bahnen zu denken und das hat der europäische Gesetzgeber aus meiner Sicht ganz gut geschafft.

00:07:41: Man kann immer kritisieren an einzelnen Punkten des Gesetzes und kann sagen dass es vielleicht etwas zu weit gegangen oder das nicht.

00:07:50: Die Punkte die verboten sind aber aus europäischer Sicht meiner Meinung nach gar nicht zu diskutieren, sondern das ist sehr gut, dass wir dieses Gesetz haben.

00:07:59: So wie ich die KI-Grundverordnung verstanden habe geht es ja im Kern um eine Risikobeurteilung für jetzt Organisationen, die KI Anwendungen im Einsatz haben und dadurch im Ziel immer dann wenn.

00:08:12: also es wird auch danach beurteilt, wie die Auswirkung von KI auf den Menschen ist.

00:08:17: Kannst du das vielleicht noch einmal versuchen so in einfache Worte zu fassen?

00:08:21: Genau, gerne.

00:08:22: Also wir haben tatsächlich einen technikneutralen und risikobasierten Ansatz.

00:08:28: also es wird nicht geguckt was für eine Technik steht dahinter sondern eher welche Risiken ergeben sich für die natürlichen Personen und danach abgestuft gibt es in der KI-Verordnung verschiedene Risikoklassen.

00:08:42: es gibt Verbote also eben wirklich diese ganz schlimmen Risiken die der Gesetzgeber in Europa gar nicht haben möchte.

00:08:52: Es gibt dann Hochrisikokai, die auch riskante Bereiche trifft wo man dann zusätzliche Maßnahmen als Anbieter oder Betreiber treffen muss.

00:09:05: Die dritte Gruppe das sind die spezifischen Risiken.

00:09:08: da geht es darum dass ich es transparent machen muss wenn ich KI nutze.

00:09:13: also das klassische Beispiel wären KI-generierte Inhalte wie Deep Fakes, solche Themen.

00:09:20: Dann muss ich darauf hinweisen dass die KI generiert wurden oder auch dann wenn mit natürlichen Personen interagiert wird, dann gibt es auch diese Hinweispflicht.

00:09:32: und die vierte Risikoklasse das muss man sagen ob die in der Praxis so groß wird bleibt abzuwarten.

00:09:40: da kann ich mich freiwillig bestimmten Regelungen unterwerfen.

00:09:43: Du hast es eigentlich gerade schon relativ gut angesprochen.

00:09:47: Wir haben ja eine Verordnung jetzt hier bekommen, in Regulatorien bekommen die ja in Bereiche hineingeht wie KI das sich raster entwickelt hat.

00:09:56: und wenn man jetzt so eine transformativ wirkende Technologie wie die KI im Moment ihres gesellschaftlichen Erscheinens in den regulativen Rahmen bringen möchte ist es ja schon ein heeres Ziel tatsächlich.

00:10:11: Und es gilt ja nicht zuletzt deshalb, weil ja horizontal risikopassierte Ansätze die du jetzt schon implizit angesprochen hattest.

00:10:19: Die also realisierenden Pflichtprogrammen mit einer Innovationsförderung auch in Einklang stehen müssen, weil wir haben immer ein Spannungsgerät zwischen Innovationen und Regulatorik.

00:10:31: Es betrifft ja insbesondere auch die Digitalisierung der Steuerfunktion, die weniger an den technischen Möglichkeiten vielleicht scheitert als an einem normenzentrierten Legalismus, vielleicht auch Interoperabilitäten oder eine institutionelle Fragmentierung.

00:10:50: Und das hattest du angesprochen, KI-Verordnung da geht es um Transparenz, da geht's um Risikominierung bei KI Anwendungen.

00:11:01: Das bedingt ja auch gleichzeitig Steuerrechtsordnungen Steuer- und Technologie, Steuerorganisation, Steuerrecht als solches.

00:11:12: Aber wenn man das jetzt mal in eine praktische Perspektive bringt... Wo würden denn Kanzleien jetzt im deiner Beratungsalltag KI anwenden?

00:11:22: Und wo könnten jetzt hier diese Spannungsförder entstehen, wo sie auch darauf hinweisen müssten auch im Gespräch mit den Mandanten?

00:11:30: okay wir haben hier Transparenzpflichten zu erfüllen Wir haben vielleicht auch Risiko Gruppen die wir adressieren müssen.

00:11:37: Also ist es mal Praktische Perspektive.

00:11:39: Genau, in der Praxis wird es häufig so sein dass KI über bekannte Softwareanbieter mit eingeschleust wird.

00:11:49: also ich sage mal irgendwelche Dokumentationstools die auf einmal in der Lage sind Texte zu generieren vorzuschlagen Daten sich vorab anzugucken Das wird so ein Thema sein, was immer wieder auftritt.

00:12:04: Ich glaube ich möchte auch da so ein bisschen Werbung für die Regulatorik und für die rechtlichen Themen machen weil das Problem entsteht erst dann wenn ich mich mit den Gesetzen gar nicht beschäftige.

00:12:22: dass ich gar nicht weiß wie es angehen soll und dann entsteht auch, ich sage mal so eine gewisse Unzufriedenheit ein gewisser Frust das man als Unternehmer der ich als Kanzlei in Hawaii bin irgendwann auch sage was ich hier alles noch berücksichtigen muss.

00:12:36: Das ist nicht mehr greifbar und da kann ich tatsächlich sagen sowohl im Bereich Datenschutz als auch im Bereich der KI-Verordnung gerade so meine Themen ist das häufig keine Raketenwissenschaft sondern eher ein Erkennen der Risiken und dann kann man diese Themen auch umsetzen.

00:12:56: Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ich als Kanzlei in diese Verbotsfelder überhaupt reinkomme.

00:13:03: Wir reden da über Emotionserkennung am Arbeitsplatz.

00:13:07: Der europäische Gesetzgeber gesagt das möchten wir nicht haben Und das sind aber auch nicht die Bereiche, die ich in der Steuerberatung zu erwarten habe.

00:13:18: Also deshalb aus meiner Sicht eher dieses Beschäftigen mit dem Thema Angehen der Probleme, vielleicht einmal gucken wie setzen wir etwas um und nicht dürfen wir etwas gar nicht umsetzen?

00:13:31: Das wird in den wenigsten Fällen die Fragestellung sein.

00:13:34: Der Bereich Datenschutz ist ja ein gutes Stichwort.

00:13:37: tatsächlich da bist du ja auch in unserem Lehrbuch also dich ja darüber auch thematisch ausgelassen.

00:13:46: Wenn wir jetzt über KI sprechen, könnte man meinen das ist vielleicht da gibt es ein Regelwerk auf das wir Anwendung finden.

00:13:53: Aber tatsächlich sprechen ja über Schnittstellen Themen.

00:13:56: Das heißt sie haben mehrere Perspektiven die wir einnehmen müssten.

00:14:00: Die DSGVO ist eine Perspektive für sicherlich aber wenn ich jetzt als Kanzlei beispielsweise in eine Anwendungen Eine KI basierte Anbindung einführen von Würde.

00:14:15: Was würdest du jetzt empfehlen?

00:14:17: Was wären die Schrittfolgen, die ich da einhalten müsste?

00:14:19: vielleicht oder was wäre jetzt sein Beratungsansatz wenn jetzt einen Mandant sozusagen dir das vorträgt?

00:14:26: also Ich glaube Die Vorfrage und in die es außerhalb der rechtlichen Themen die erst mal geprüft werden sollte ist tatsächlich dieses tue geeignet für Das was wir damit machen wollen.

00:14:39: und dass erlebe ich häufig in Projekten Dass, ich sag mal die Idee aufkommt ein large Language Model wie ChatGPT für konkrete Prozesse zu verwenden und sich dann zu wundern dass die Ergebnisse nicht ganz passen weil das Tool überhaupt nicht dafür konstruiert wurde.

00:15:01: Also ich glaube diese Vorfrage können wir überhaupt den Prozess oder das was wir als Kanzlei machen wollen sinnvoll mit diesem Tool abbilden.

00:15:10: Das sollte so eine erste Vorfrage sein und bei den rechtlichen Themen, die dann mit reinkommen würde ich in der Kanzlei gucken.

00:15:20: haben wir den eigenen Sachverstand können wir beispielsweise Themen über unseren Datenschutzbeauftragten abbildet kriegen wir denen früh mit ins Boot beratend und können dann gucken welche Tools gibt es in dem KI regulatorischen Themen.

00:15:37: Und da muss man auch sagen, gerade diese Vorprüfung was ist rechtlich erlaubt?

00:15:43: Was könnte Probleme bereiten?

00:15:46: Könnte man auch in einem ersten Schritt über die Tour der Bundesnetzagentur abwählen als Beispiel den KI Compliance Compass, der einen sehr gut durch die einzelnen Themen leitet und dann hat man eine erste Vorüberlegung sind wir in einem riskanten Bereich ja oder nein.

00:16:06: Und bei mir kann ich sagen, der Beratungsansatz und auch die Beratungsthemen sind häufig dann im Erstehen der benötigten rechtlichen Dokumente.

00:16:15: Dass wir gucken gibt es eine KI-Richtlinie im Unternehmen?

00:16:19: wie ist das Unternehmen?

00:16:21: Oder die kannst du leider aufgestellt?

00:16:23: wissen alle Beschäftigten was mit KI zu tun ist zu welchen Zwecken eingesetzten darf und zu welchem nicht?

00:16:31: Weil ich glaube, diese ganzen Themen wird man in sehr vielen unterschiedlichen Formen finden.

00:16:37: Die Frage ist dann immer was passt rechtlich für das eigene Unternehmen?

00:16:42: Für die eigene Kanzlei?

00:16:43: Das heißt du würdest jetzt im ersten Schritt empfehlen Rundlagen Wissen zu vermitteln beispielsweise über die neuronalen Netze, über maschinelles Lernen beispielsweise, über Risiken.

00:16:58: aber wir sollten ja vielleicht auch über Ethik und Moral in dem Kontext sprechen.

00:17:03: Das schon aggressiert die Effects, um dann quasi auf Grundlage dieses Curriculums als Schulung vielleicht eine anwendende spezifische Qualifizierung, die dann weitergeht.

00:17:14: wahrscheinlich also dann die DatFKI-Werkstatt ist vielleicht auch ein Stichwort dahingehend wo eben auch konkrete Verwendungen der Applikationen Im Raum stehen die sachgerechte Interpretationen der Resultate auch im Raume stehen.

00:17:33: Wo ich aber vielleicht auch erkennen muss, liegt vielleicht eine Fehlfunktion vor am Ende des Tages.

00:17:37: Das ist ja eigentlich auch die Kompetenz dahingehend das eben Fehlfunkzonen auftreten bzw dass eben auch regelkonform mit den persönlichen Daten am Ende dieses Tages Stichwort Datenschutz umgegangen wird Und dann vielleicht dann darauf aufbauen, noch weitere Spezialisierung dahin gehen.

00:17:59: Ich würde da vielleicht gerne auch gleich ansetzen.

00:18:01: also um das auch schön konkret zu halten.

00:18:04: Daniel Dorn ist ja gerade schon das Stichwort Datef KI Werkstatt gesagt.

00:18:08: jetzt für

00:18:09: die meisten Steuerkanzleien und die Hörerinnen und Hörern dieses Podcasts werden wahrscheinlich irgendeinen Bezug mit der Datif haben so Themen wie du jetzt gesagt hast, dass man KI irgendwie in Kommunikationsbereiche und Interpretationsbereichen mit einsetzen kann.

00:18:23: Aber die Datev ermöglicht ja klassisch auch den Einsatz von KI wirklich im operativen also eine Leistungserbringung.

00:18:29: da haben wir dann so die Automatisierung Services im Rechnungswesen das halt Buchungsvorschläge quasi nicht mehr auf Basis von fest definierten selbst definierten Lerndateien erzeugt werden sondern auf Basisl von Informationen, die sich einfach aus einem großen Datenschatz ergeben den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitenden im Rahmen der Verarbeitung einer Finanzbuchhaltung in diesem Beispiel vorgeschlagen werden.

00:18:52: Vielleicht können wir jetzt mal versuchen, an dem Beispiel mal so kurz durchzuexercieren, wenn wir immer eine Risikobetrachtung darauf setzen?

00:18:59: Also wenn ich jetzt ganz Leyen habe wäre – und ich bin vielleicht nicht so fit im Kontext von technologischen Veränderungen und Entwicklung – und KI ist so ja da steckt Potenzial drin.

00:19:07: aber wie genau mache ich das jetzt?

00:19:09: Dann verstanden es gibt die KI-Grundverordnung, dann müssen wir gucken wie risikobehaftet ist der Einsatz einer solchen Anwendung.

00:19:15: Jetzt gucke ich auf mein Datastystem und sage Mensch, Lerndateien habe ich bis jetzt nie so richtig ins Laufen gekriegt.

00:19:20: Vielleicht gucke Ich mir lieber diese Automatisierung Services an.

00:19:24: Aus Sicht einer Kanzlei Wie würdest du da so dein erster Eindruck?

00:19:27: Ich weiß nicht ob das Thema schon mal auf dem Tisch hattest aber wie würdest Du dass das einordnen?

00:19:32: Ja also kann ich tatsächlich sagen hatte ich konkret auf den tisch.

00:19:36: Ich glaube da dieser Start Und das kann ich deutlich So sagen Als Kanzleinhaber darf man mutig an diese Themen herangehen und wenn ich dieses Beispiel höre, dann ist da in Sachen KI-Verordnung gar nicht so viel Musik drin.

00:19:57: Das muss man auch ehrlich sagen.

00:19:58: wir sind nicht im Hochrisikobereich.

00:20:01: Wir haben hier eher das Problem in Anführungsstrichen Daten geht, die natürlich den Geheimnisschutz unterliegen und das ist aber kein besonderes Thema für KI.

00:20:14: Sondern immer dann wenn ich als Steuerberater mit meinen Daten bei einem Dienstleister arbeite, da muss ich die Sicherheit dieser Daten sicherstellen, entsprechende Verschwiegenheitsvereinbarungen schließen und das wiederum ist bei der Date überhaupt kein Problem.

00:20:30: also da ist ein dieses Thema bekannt.

00:20:34: Ich glaube bei dem Weg In so ein Tool starke ich tatsächlich vor, fangen sie an zu testen.

00:20:42: Probieren Sie diese Tools aus.

00:20:45: Schaffen Sie in der Kanzlei Möglichkeiten vielleicht auch einen Rechner, der vom Kanzleilnetz getrennt ist, der in gesonderten Bereichen läuft einfach nur über den Internetanschluss verfügt um dann zu testend zu gucken.

00:21:00: wollen und können wir das in unserer Kanzler gebrauchen Genau.

00:21:04: Und an der zweite Schritt, ja es wird häufig auch das Thema Datenschutz betreffen aber auch da haben wir im Bereich KI keine so großen Besonderheiten.

00:21:14: wenn ich als Kanzlei sage Ich habe das Thema Im Griff.

00:21:19: Ich hab es erkannt.

00:21:20: ich berücksichtige dass bei neuer Software dann werde ich das Bei einer neuen KI Anwendung genauso berücksichtig und die Personen die mich unterstützen rechtzeitig anbinden.

00:21:33: Ja, ich denke beim Einsatz von KI und da weiß ich jetzt gar nicht ob es nur auf KI beschränkt ist sondern insgesamt auf Automatisierung.

00:21:40: Wenn man auf die Kompetenzen der Mitarbeitenden in Steuerkanzleien blickt aus meiner Erfahrung ist es vor allem entscheidend dass man die Perspektive des der Sach bearbeitenden Personen einfach versucht zu entwickeln.

00:21:54: Ich schaue mir gar nicht mehr an, wie kommen die Daten eigentlich ins System?

00:21:57: Sondern das ist quasi ein technologischer Fortschritt weil ich Vorschläge bekomme sondern ich fange vielmehr an diese Daten zu interpretieren und zu validieren.

00:22:05: also macht es denn so Sinn!

00:22:07: Weil wir wissen glaube ich alle KI wird immer präziser und immer besser und umso besser man die auch trainiert umso sicherer sind nachher auch die Vorschlägungen bekommen.

00:22:16: Aber das ist so dieser Perspektivwechsel, den glaube ich in vielen Kanzleien dann stattfinden muss.

00:22:20: Das sich halt mich weniger mit dem Erfassungsprozess von Informationen sondern mit dem validieren und auswerten von Informationen beschäftigen.

00:22:27: Das ist glaube ich also aus meiner Sicht im Kontext von KI aber im Kontex der digitalen Veränderungen insgesamt eines der größten Herausforderung was sehr viel mit Schulung zu tun hat.

00:22:38: Im weiteren Gedanken... Achso du wolltest was sagen

00:22:41: Ja, oder ich würde da vielleicht ergänzen.

00:22:43: Ich finde genau diesen Gedanken der interdisziplinären Zusammenarbeit ganz wichtig.

00:22:48: Also letztlich würde ich immer sagen die Einführung von neuen IT-Systemen, von neuer Software sollte irgendwo bei den Partnern, bei der Geschäftsführung angesiedelt sein.

00:22:59: aber selbstverständlich kann da nicht das ganze Know House sein.

00:23:03: man muss seinen Team einbinden und gucken wer soll damit arbeiten?

00:23:09: Auch den technischen Bereich, die IT, die gucken muss sind.

00:23:13: Die Daten sicher?

00:23:14: was für Schnittstellen werden geöffnet?

00:23:16: Was für Risiken ergeben sich vielleicht dadurch?

00:23:19: und auch der rechtliche Bereich sollte eine Rolle spielen ansonsten könnte man da in Probleme laufen.

00:23:26: also insgesamt diese Zusammenarbeit zwischen dem unterschiedlichen Beteiligten.

00:23:31: Ich glaube das ist ein ganz gutes Stichwort.

00:23:32: Also wenn wir mit der Analyse beginnen.

00:23:35: zum Thema der Digitalisierung.

00:23:38: Dann frage ich vielleicht strategisch nach, also Kanzlei nutzt die KI strategisch und geht dann in eine rechtliche Würdigung hinein.

00:23:50: Bin vielleicht in diesem Compliance Check den du vorhin erwähnt hattest drin.

00:23:56: Und jetzt Raphael hat es da auch adressiert das geht ja immer um den Menschen dem Mitarbeitenden in der Kanzlei und einen sensiblen Punkt nämlich diese Automatisierung am Ende des Tages Und auch vor allem die Grenze zwischen Assistenzsystem und Entscheidungen als solches.

00:24:15: Und gerade diese Grenze, zwischen Assistenten und Entscheidung ist ja für allem auch für Steuerberatungskanzleien aber auch rechts beratende Kanzlein entscheidend.

00:24:26: Da reicht es ja nicht aus dass ich nur technisch absichert sondern das geht über technische organisatorische Maßnahmen am Ende des Tages.

00:24:36: Hast du da vielleicht uns nochmal einen Ein Beispiel, wie es in der Praxis ausgestaltet worden ist.

00:24:42: Auch Change Management könnte man auch hier im Kontext vielleicht erwähnen, aber gerade als er erwähnt muss von der Leitungsebene kommen?

00:24:52: Ist das die Perspektive oder ist es sozusagen miteinander von verschiedenen Ebenen und vielleicht auch weiter gefragt Wie läuft hier die Abstimmung sozusagen Strategie Technologie und regulatorik?

00:25:08: Wie kann man das miteinander verknüpfen tatsächlich?

00:25:10: Und vielleicht auch.

00:25:11: Ich glaube, darüber wollen wir heute auch sprechen.

00:25:14: ja ist es ja auch der Fahlder hier diese Schnittstellen Funktion am Ende des Tages ausfüllt?

00:25:21: Ja also ich glaube Es wird unterschiedliche Ansätze geben.

00:25:25: Das muss man einfach sagen.

00:25:26: Man wird nicht den Ansatz ich sag mal die Eier legende Wäumichs auf für alle Kanzlei Größen und alle kanzlein haben können.

00:25:35: das ist auch denke ich klar Weshalb ich die Partner, die Geschäftsführung als erstes genannt habe.

00:25:42: Da kann ich tatsächlich sagen ein Team was digitalisieren möchte aber nicht durch die entsprechenden Entscheidungen getragen unterstützt wird und vor allem auch mit aus der höchsten Ebene vorgelebt wird das wird gegen die Wand fahren.

00:25:59: also ich glaube dass ist etwas was mir da immer ganz wichtig ist.

00:26:03: es muss durch alle Ebenen gehen.

00:26:06: Bei der Frage ganz konkret auch, wo kann der Fight unterstützen?

00:26:11: Da bin ich sicher dass es da auch um gerade diese Ideen geht.

00:26:15: Was ist überhaupt möglich was können wir als Kanzlei überhaupt machen?

00:26:21: und deshalb wird es dann auch um ganz viele interne Beratungsthemen geben die diese Personen mit einführen können und dann eben auch mit darauf achten wie kriegen wir's hin das die dazu gehörigen Gesetze eingehalten werden, weil das ja tatsächlich auch Gegenstand dieser Ausbildung ist.

00:26:39: Und wenn man dann mal guckt wie dieses Zusammenspiel, dann meinte ich eben schon dass es aus meiner Sicht nicht auf alle Kanzlei-Größen übertragbar war.

00:26:50: Ich würde aber immer gucken als Kanzler wie habe ich diesen Sachverstand aus den unterschiedlichen Ebenen mit im Boot und da nenne Geschäftsführung, die Partner, die ausführenden Abteilungen.

00:27:05: Die IT und die rechtlichen Berater oder internen Personen, die da unterstützen können.

00:27:12: Und ich glaube wenn dieses Zusammenspiel in einem Projekt klappt dann wird man relativ schnell auch die Angst vor solchen Projekten verlieren weil man merkt es ist umsetzbar.

00:27:23: Probleme entstehen aus meiner Sicht immer erst dann wenn jemand viel zu spät eingeschaltet wird, dass in eine falsche Richtung läuft und sagt wir bauen das Ganze so auf.

00:27:34: Und irgendwann merkt man, man hätte an der einen oder anderen Stelle eine andere Weichenstellung eingehen sollen.

00:27:41: Also ich glaube dieses frühzeitige Zusammenarbeiten und Aufbauen als Projekt ist aus meiner Sicht ganz entscheidend.

00:27:49: Super!

00:27:49: Ich würde gerne das Gespräch noch einmal auf eine andere Perspektive lenken.

00:27:53: Wir selber sind ja beratungstechnisch überwiegend im Unternehmenskontext unterwegs und wir erleben im Rahmen der KI immer mehr, dass dieser Begriff der Schatten-IT tatsächlich ein hohes Risiko verbirgt.

00:28:06: Und das gut, ich sag mal bei Steuerkanzleien ist es sicherlich so ein Thema weil du bist häufig ja sehr integriert in einer Systemlandschaft.

00:28:12: Also die meisten Systeme werden auf Server-Landschaften betrieben wo du dich entsprechend irgendwie per Remote Desktop drauf oder mit VPN darauf einwillst.

00:28:20: da sind dann die Anwendungen die auch miteinander verzahnt sind stehen nur zur Verfügung.

00:28:24: aber trotzdem gibt's ja nun über ChatGPT oder wie sie nicht alle heißen und Smartphones und so ganz viele Möglichkeiten trotzdem auch unabhängig von denen durch die Kanzlei oder das Unternehmen bereitgestellten Anwendung KI zu nutzen.

00:28:37: Hast du da Erfahrungen, Tipps und Tricks?

00:28:39: Was man auch einem Kanzai-Inhaber oder der IT Abteilung einen Kanzler mitgeben kann wie man damit bewusst umgeht und das Risiko von Schatten und IT im Kontext der KI ein bisschen besser einzufangen?

00:28:50: Da sehe ich zwei Ansatzpunkte.

00:28:52: Der eine wie so oft ist die Sensibilisierung der Beschäftigten und letztlich gibt das ja auch die KI-Verordnung mit dem Artikel vier, KI Kompetenz vor jedes Unternehmen jede Kanzlei die KI nutzt.

00:29:07: Und da muss man ehrlich sein dass sind wir heutzutage eigentlich.

00:29:11: alle ist verpflichtet die Beschäftigen regelmäßig zu schulen.

00:29:17: und jetzt kommt der zweite Punkt dazu.

00:29:20: diese Schulung wird ja auch darum gehen was darf ich mit KI?

00:29:26: welche Daten darf ich eingeben, wo sind Grenzen?

00:29:30: Und genau darauf guckt ja auch die KI-Verordnung.

00:29:34: Das hatten wir vorhin noch nicht so ganz klar definiert.

00:29:37: diese Risikoklassen, die richten sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck und deshalb muss ich – das ist eine ganz dringende Empfehlung von mir als Unternehmen, als Kanzlei – darauf achten dass die Verwendungszwecke klar definierend sind allen Beschäftigten klar ist, ich darf dieses KI-Tool für den und den Zweck nutzen.

00:30:01: Und das mag bei einigen Tools ganz trivial sein.

00:30:05: Ich sag mal wenn es ein Tool ist was Unterlagen anonymisiert ja dann darf und kann ich das Tool nur dazu nutzen unterlagen zu anonymisieren.

00:30:14: andere Zwecke sind auch gar nicht möglich.

00:30:17: Bei anderen Tools gerade bei diesen Large Language Models mit einem ganz breiten und nicht klar definierten Verwendungszweck muss ich als Unternehmen vorgeben, was darf man?

00:30:28: Was darf man nicht.

00:30:29: Und da ist – ich sage mal das Mittel der Wahl – eine KI-Richtlinie im Unternehmen, die als Dienstanweisung reingebracht wird, so gehen wir mit KI um.

00:30:42: Das darf man!

00:30:43: Und das ist verboten.

00:30:45: Vielleicht auch da nochmal, das hört man denke ich auch durch….

00:30:48: Ich bin niemand der sagt, dass die ganzen rechtlichen Themen verhindern sollen und gerade eine KI-Richtlinie kann man doch als Maßnahme nutzen, Werbung für das Thema zu machen.

00:31:01: Zu sagen so wird Technik eingesetzt und ich sage mal grade für jemanden der die Ausbildung, die Faitausbildung durchläuft ist doch wichtig in welchem Rahmen Kann ich denn überhaupt später tätig werden und wo können wir uns als Kanzlei ausrichten?

00:31:19: Und deshalb ja diese zweigleisige Empfehlung, Fortbildung auf der einen Seite.

00:31:26: Eine KI-Richtlinie oder irgendwelche Vorgaben wie KI genutzt werden darf auf der anderen Seite.

00:31:33: Es ist ein gutes Stichwort um nochmals über die Transparenzpflichten zu sprechen.

00:31:37: Artikel fünf sich der KI Verordnung Wo wir zunehmend Schwierigkeiten zwischen menschlicher künstlich generierten Inhalten haben, wo wir eben differenzieren müssen.

00:31:50: Und das wird ja auch von der KI-Forderung Deingehend aufgegriffen, dass sie eine zentrale verangerte Transparenzpflicht haben – wo wir also in de facto nicht mehr manuell prüfen mit der Autodizität.

00:32:03: und diese Vorschrift lässt sich ja auch in zwei wesentliche Verpflichtungen unterteilen.

00:32:09: Das ist ja einmal der ATG.

00:32:11: Fünftig Absatz eins, Eine Informationsbepflicht geht, wenn eben Personen mit einem KI-System interagieren.

00:32:20: Es sei denn die Interaktion mit einer Maschine ist bereits aus dem Umständen heraus für eine Person mit normaler Verständigungsfähigkeit offensichtlich.

00:32:29: aber der Schwerpunkt und das ist ja auch aktuell in der Debatte verhaftet sind ja die erzeugten manipulierten Audiobild Video-Textinhalte, sogenannte Deep Fakes die du schon vorhin angesprochen hattest.

00:32:47: Wo eben eine explizite Kennzeichnung auch vorgesehen sind.

00:32:51: Das muss ja in einem Maschinenlesbahnformat erfolgen um auch die künstliche Herkunft der Inhalte eindeutig und vor allem auch leicht erkennbar zu machen.

00:33:01: Jetzt ist es vielleicht für die Hörerinnen und Hörern zunächst einmal trivial aber das gemöntet auf dem Anwendungsbereich Kanzleien, Steuerberatungskanzler einer rechtsberatenen Kanzlei.

00:33:15: Wo könntest du hier Anknüpfungspunkte sehen?

00:33:19: Die eben gerade für Steuerkanzlein jetzt in ihrer Funktion als vielleicht Betreiber sogar als KI Systems eines KI-Systems wo wir dann eben in die Transparenzpflicht hineinkommen müssten wir jetzt Kennzeichnungen einführen wenn wir etwas bearbeiten über KI oder wie ist es zu verstehen.

00:33:40: Ja, das ist tatsächlich so ein Bereich der auch sehr stark kritisiert wurde.

00:33:45: Weil die Kennzeichnungspflicht sehr weit greift und deshalb könnte man so ein bisschen sagen ab Sommer diesen Jahres kommt die KI-Kennzeichnungspflicht wie ein neuer Cookie-Banner auf uns alle zu und wir werden überall nur noch lesen KI generierter Inhalt, KI generiert.

00:34:05: also deshalb Durchaus klar die Frage.

00:34:09: Ich meine, dass man da wieder in den jeweiligen Freigabeprozess des KI-Tools diese Fragestellung mit integrieren muss.

00:34:18: Das ist ja auch diese Frage der Risikoabwägung – die Transparenzpflicht gibt es immer dann wenn ich im spezifischen Risiko bin.

00:34:28: und bei der Frage was kann ich konkret für Kanzleien sehen?

00:34:34: Jeden dieser Bereiche kann ich genauso sagen und das kommt in der Beratungspraxis auch vor.

00:34:39: Also angefangen von Chatbots, die nach außen kommunizieren, die natürlich gekennzeichnet werden müssen über erstellte Inhalte nach außen gehen, ohne dass sie noch einmal menschlich verändert werden.

00:34:53: Also auch diese Bereiche sieht man und das kann entweder in dem Kernbereich der Kanstlei sein also wirklich in der Steuerberatung, dass in einer Dokumentation auf einmal KI generierte Texte mit enthalten sind.

00:35:08: Das kann aber auch Nebenbereiche betreffen.

00:35:11: Ich spreche jetzt mal ganz konkret den Bereich Marketing an.

00:35:14: dort werden wir alle das immer wieder haben, das vielleicht doch mal ein Bild KI generiert wird, dass in einer Präsentation etwas mit KI generieren wird.

00:35:25: All diese Bereiche müssen gekennzeichnet werden.

00:35:28: Ich muss aber auch da sagen das ist so eine dieser Bereiche wo ich selbst auch etwas kritisch mit der KI-Verordnung bin weil das doch zum Teil etwas zu weit über das Ziel hinaus

00:35:40: schießt.".

00:35:45: die Formulierung des Formulierungsgeschicks in E-Mails oder in Texten einfach zu verbessern.

00:35:53: und ich setze mich jetzt hin.

00:35:54: Und ich schreibe erstmal meine Gedanken runter, denke bewusst über Komma und Satzbau muss ich mir nicht so viel Gedanken machen weil ein Co-Pilot beispielsweise dem sage ich dann bitte schreibt mir doch mal diesen Text

00:36:06: um.

00:36:07: Also ich bin sozusagen der Mensch, der sagt Ich gebe den Inhalt rein und die KI nutze... ...und ich nutze die KI eigentlich um diesen Inhalten ein bisschen aufzuhübschen.

00:36:14: Na also müsste irgendwie schlüssig zu machen Bin ich dann auch in einem Bereich, dem mich irgendwie schon unter die transferenzpflicht fällt?

00:36:21: Ja das kann so ein Bereich sein Und da komme ich aber auch wieder.

00:36:26: Die Frage ist ja wie geht man damit um?

00:36:28: Wenn ich einen reinen KI generierten Text nach außen gebe Dann kann, dass diese Kennzeichnungspflicht auslösen.

00:36:37: Erster Punkt und das wird uns allen so gehen wir überarbeiten diese Texte nochmal gerade wenn es persönliche E-Mails sind.

00:36:43: man guckt doch noch einmal drauf ändert gewisse Formulierungen Und dann wird man aus diesem Bereich wieder rauskommen durch die Änderung.

00:36:53: Wenn du jetzt für den Freund Das kann ich nur ergänzen wenn Du für den freund fragst wie viel muss Ich denn ändern?

00:37:00: reichen drei Prozent aus oder zehn Prozent, dann kommen wir genau in diesen Bereich wo ich sagen muss das wird die Rechtsprechung den nächsten zehn fünfzehn Jahre klären.

00:37:09: Ich halte den Fall für nachvollziehbar aber auch für ein Beispiel wo man sich die Frage stellen muss wer kann denn was nachweisen und wo gibt es denn hier überhaupt Themen für einen Rechtsstreit?

00:37:22: Das bleibt abzuwarten.

00:37:23: aber ich sage mal gerade in Deutschland sind die Gerichte, weil sowas ja doch immer relativ schnell aktiv.

00:37:29: Deshalb schlage ich schon Vorsicht da einfach mal Gedanken zu machen wo könnte das auftreten?

00:37:35: Wo ist es sensibel?

00:37:36: und vor allem wo könnte muss man auch so deutlich sagen eine Person sitzen die das vielleicht stört?

00:37:44: und ich sage mal in einer mandanten Verbindung die nicht so gut funktioniert wo es vielleicht doch mal Reibereien gibt aus welchen Gründen auch immer würde ich wiederum abraten, am Ende mit KI-generierten E-Mails zu arbeiten.

00:37:57: Ich glaube das ist nachvollziehbar und genau.

00:38:00: Das heißt, ich hatte das mal so gelernt es gibt ja diese Komponente des Human in the Loop.

00:38:05: also wenn ich jetzt die KI einsetze um etwas zu erstellen aber der Mensch am Ende nochmal wirklich mit seinem entsprechenden Sachverstand sich ansetzt und eigentlich aus dem Made by Chatchity ein Made By Chatchy Ptennie macht dann kann man dadurch eigentlich das Risiko entsprechend einfach auch

00:38:22: reduzieren.

00:38:24: Ein zweiter Anwendungsfall, den ich tatsächlich ja super sinnvoll finde und hilfreich ist das Thema Zusammenfassung von Meetings beispielsweise.

00:38:31: also wir alle machen ganz viele Teams Calls so und es ist ein leichtes eine Transkription zu starten.

00:38:37: Wie ist das da?

00:38:38: Also wenn ich mir jetzt meinen Microsoft-Teams vorstelle und ich starte das jetzt dann kriegt jeder so einen Hinweis hier wurde eine Transcription gestartet oder andere Tools, die sind so konzipiert dass dann irgendwelche weiteren User sichtbar sind.

00:38:52: Ich habe hier meinen Facilitator oder wie er auch immer heißt der jetzt für uns das Meeting aufnimmt.

00:38:57: Ich stelle das so fest gerade wenn man mit einem Software-Unternehmen viel aus dem Saasbereich zu tun hat.

00:39:02: da ist es mittlerweile fast eine Selbstverständlichkeit und ich frag mich immer selber so.

00:39:06: also ich werde nicht unbedingt gefragt ob ich das gut finde.

00:39:09: ich müsste eher aktiv sagen wenn ich es nicht so gut finde Wie ist da die Grundlage?

00:39:17: Ja, da wird man tatsächlich an der Einwilligung der teilnehmenden Personen nicht vorbeikommen.

00:39:23: Das muss man so sagen und ich stelle da aber auch immer kritisch die Frage bisher haben wir ja auch nicht jedes Meeting vollständig aufgezeichnet?

00:39:31: Und ich glaube das sollte man sich auch als Unternehmen stellen.

00:39:35: es gibt bestimmte Tools die installiert werden und bei denen auf einmal automatisch jedes Meeting transkribiert wird.

00:39:44: Wo ich dann auch sage, das würde schlichtweg nicht erforderlich sein und diese Einstellung wäre auch dann datenschutzrechtlich gar nicht zu vereinbaren.

00:39:53: also ich glaube da die kritische Frage stellen wo brauchen wir es wenn wir das brauchen?

00:39:58: Und du hast gerade Softwareprojekte und ähnliches angesprochen.

00:40:02: Da macht es total Sinn zu dokumentieren was besprochen wurde welche Aufträge erteilt wurden.

00:40:09: Da würde ich dann auch immer sagen, da muss eben nach der Einwilligung gefragt werden, dass man entsprechend dokumentieren darf.

00:40:16: Ja also wir nutzen das tatsächlich ganz aktiv auch im Zusammenhang mit den Kunden immer mit einer entsprechenden Einwilligung wenn wir so Prozessaufnahmen machen.

00:40:24: Wir haben gesagt gestarten es ist ein klarer Termin gesprochen über Prozess XY beispielsweise im Zusammenhangen mit der Erstellung von Verfahrensdokumentationen Und da sagen wir uns an Kunden immer, also wenn ihr damit einverstanden seid warum machen wir das?

00:40:37: Zum einen weil wir dann besser nacharbeiten können.

00:40:39: Wir müssen nicht so viele Fragen stellen und wir kriegen auch tatsächlich eine Unterstützung bei der Ausarbeitung von den Dokumentationen.

00:40:46: Das heißt wir übernehmen die Ergebnisse oder übertragen sie in die Dokumentations- und arbeiten sich natürlich noch durch dass Sie wirklich genau das Aussagen was Sie aussagen sollen und was auch der entsprechenden Wahrheit entspricht.

00:40:58: Also es ist halt dann schon ein gutes Instrument.

00:41:01: Aber wir haben für uns auch gesagt, naja es gibt einen ganz klaren Anwendungsfall und der Kunde kriegt das im Vorwege angeboten.

00:41:08: weil ansonsten ist natürlich der Schritt dass man so wie in der Vergangenheit war, dass man weitere Rückfragen stellt, dass mal weitere Abstimmung schleifen braucht und das kann man dann gemeinsam tatsächlich in einem solchen Projekt auch reduzieren.

00:41:21: Ja ist ein weiteres gutes Beispiel auch für Anwendungsmöglichkeiten.

00:41:25: und ich glaube was ich so schön finde, was ich gerade rausgehört habe Und das gebe ich auch immer gerne nach draußen weiter, dass man vielleicht auch nicht fragen sollte welches Tool kann unseren gesamten Prozess in irgendeinem Buchhaltungsthema übernehmen.

00:41:41: Sondern dass man mal gucken sollte wo sind die Tools?

00:41:44: Die einfache Bereiche digitalisieren in denen man vielleicht nicht so eine große Hürde der Einführung hat.

00:41:52: Und dann wird man sich an dieses Thema KI auch viel schneller und einfacher gewöhnen, weil man sagen kann das ist jetzt ein Bereich der Verwaltungsaufwand gekostet hat.

00:42:01: In dem Fall Dokumentationsaufwand irgendjemand saß, hat mitgeschrieben, hat das am Ende zusammengefasst und so bekommt man die guten Vorschläge.

00:42:11: Ich glaube, man sollte nicht im Ort zu groß denken gerade als kleinere Kanzlei sondern einfach mal gucken was gibt es für Tools?

00:42:20: einfache Prozesse beschleunigen können.

00:42:22: Und wo kann ich mich an dieses Thema annähern?

00:42:25: Ich glaube, das nimmt dann auch die Angst insgesamt vor den regulatorischen

00:42:29: Themen.".

00:42:30: Das wäre jetzt meine Frage noch gewesen, wenn wir Technologierecht und Organisation zusammenführen.

00:42:36: Denn verändert sich ja das Berufsverständnis in der Steuerberatung oder Rechtsberatungen als solches.

00:42:43: Du hast es ganz gut auf einen Punkt gebracht und vielleicht können wir's nochmal wiederholen und nochmals hervorheben Wie verändert sich jetzt diese Rolle, oder wie verändert KI die Rolle besser gesagt des Steuerberaters?

00:42:58: Das Rechtsanwalts.

00:42:59: Und was wären sozusagen dieser Ratschnack für die Kanzleien im Umbruch stehen tatsächlich?

00:43:08: Ja das ist fast schon so dass ich Zukunftsforscher sein müsste um das ganz genau zu beantworten.

00:43:15: also ich glaube was klar ist das Thema ist da.

00:43:18: und dieses weggucken und sagen, wir brauchen das alle gar nicht.

00:43:24: Das wird nicht bedeuten dass man in zwei Jahren dann nicht mehr am Markt ist so was würde ich gar nicht sagen wollen.

00:43:30: aber es wird dazu führen, dass Beschäftigte unzufrieden sind, dass die irgendwann sagen Mensch alle anderen arbeiten doch mit KI Tools und Themen funktionieren auch wirklich schon gut.

00:43:40: warum machen wir das nicht?

00:43:41: Also ich glaube dieser Weg zu sagen das Thema ist da Und bei der Frage, was wird sich ändern?

00:43:49: Wo wird das Ganze hingehen?

00:43:51: Denke ich dass es so ist wie mit allen neuen Technologien und da gibt es ja auch tatsächlich dann gute Theorien dazu.

00:43:59: Das zu Beginn das ganze immer etwas überschätzt wird und man denkt Es müsste doch jetzt eigentlich schon alles können und dass aber diese langfristigen Wirkungen echt enorm sein können.

00:44:10: und deshalb will Ich gar nicht sagen was in zehn Jahren ist Ja es kann sein komplette Bereiche in der Steuerberatung übernommen werden oder einfach auch abbildbar sind.

00:44:23: Das heißt aber nicht auch wieder umgedreht, dass dann alle Jobs wegfallen sondern man braucht die Leute diese Technik mit den Themen übereinbringen, die mit dieser Technik kommunizieren können.

00:44:35: und ich sage mal das ist nochmal ein ganz starkes Argument für die Ausbildung, dass man sagt man holt sich Leute in die Kanzlei damit umgehen kann und da in der Zeit mit dabei sind.

00:44:48: Also das heißt am Ende des Tages die künstliche Intelligenz, die verändert nicht nur die Werkzeuge und auch die Anwendung sondern eben auch die Verantwortung Und auch die Kompetenz wie du richtig gesagt hattest also Steuerrecht auf der einen Seite IT-Prozesse und dann werden wir am Ende eines Tages wieder beim Fight diese Schlischtellenkompetenzen zusammenführt.

00:45:11: Super, mit Blick auf die Zeit.

00:45:13: Ich denke wir könnten wahrscheinlich noch Ewigkeiten über das Thema KI sprechen und wir werden es in Zukunft sicherlich auch noch in Ewigkeit tun.

00:45:21: Lieber Hendrik vielen Dank!

00:45:22: Wir haben es geschafft tatsächlich einen schönen Ripp zu machen zwischen den regulatorischen aber auch prozessualen und wirklich realen

00:45:29: Themen.

00:45:30: Ich habe mitgenommen dass ist vor allem auch um die Anwendungsmöglichkeiten geht also gar nicht einfach loslegen und machen auf der einen Seite schon erwarten wir tatsächlich einen Nutzen.

00:45:42: Das ist natürlich auch aus der Betriebswirtschaftlichen sich sinnvoll, weil KI kostet ja auch etwas und da macht es durchaus Sinn zu schauen wo setzt man uns richtig ein?

00:45:50: Und das ist sicherlich auch eine Rolle des Fights sowohl innerhalb der Kanzlei, wo das wahrscheinlich im Beratungsbereich tatsächlich auch naheliegend ist zusammen mit der Kanslei-Führung zu schauen, wo kann denn KI tatsächlich bei uns hier eine Rolle spielen?

00:46:04: Genau ich glaube dass war ein spannender Witt.

00:46:09: Vielen Dank für deine Zeit.

00:46:10: Ja, euch vielen Dank.

00:46:13: Bis bald!

00:46:14: Bis zu der späteste bis zur dritten Auflage unseres Lehrbuches.

00:46:17: Also in sieben Monaten?

00:46:18: Ja genau, dann geht es weiter mit dem nächsten Thema KI.

00:46:22: Super.

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